Lazio zieht mit notelf gegen bologna: sarri fehlt halbes team

24 Spieler hat Maurizio Sarri nominiert, doch die Zahl täuscht. Die Lazio reist mit einem Lazarett und einem Not-Kader zum Top-Spiel gegen Bologna – und muss trotzdem drei Punkte holen, will sie die Europa-League-Träume am Leben halten.

Romagnoli kehrt zurück, zaccagni fällt aus

Die gute Nachricht zuerst: Alessio Romagnoli ist wieder dabei. Der Abwehrchef trainierte die Woche voll durch und steht nach Muskelfaserriss zur Verfügung. Die schlechte: Kapitän Mattia Zaccagni wird neben den Langzeitverletzten Gigot, Rovella, Provedel, Cataldi und Basic ebenfalls verrechnet. Ein Trauma im rechten Oberschenkel – Befund: mediale und intermediäre Schädigung des Musculus vastus – lässt ihn mindestens drei Wochen pausieren.

Sarris Lösung: Jugend und Wildcard. Mit Provstgaard, Belahyane und Farcomeni rücken drei Primavera-Kräfte in den Kader, dazu der erst im Winter geholtet Isaksen. Die Breite ist da, die Spitze dünn. Denn außer Pedro und vielleicht Cancellieri gibt es keinen echten Differenzmacher mehr.

Der flaminio kommt – 2032 soll das neue stadion stehen

Der flaminio kommt – 2032 soll das neue stadion stehen

Parallel zur Personalmisere veröffentlichte der Klub ein erstes Render-Video des neuen Flaminio. 52.000 Plätze, Dach das sich schließt, Tribüne nahe am Rasen – ein Statement mitten in der Krise. Die Fans diskutieren auf Twitter, ob das Projekt Realität wird oder nur Ablenkung. Die Zeit wird es zeigen, bis dahin müssen die Punkte in Dacia Arena, San Siro oder eben Renato Dall'Ara geholt werden.

Kick-off Sonntag, 15 Uhr. Bologna selbst verzichtet auf Pobega und Odgaard, doch mit Zirkzee und Ferguson besitzen die Rossoblú mehr Tempo als die angeschlagene Lazio. Sarri wird wieder auf seine 4-3-3-Grundordnung setzen, in der Hoffnung, dass Dia anstelle von Zaccagni die Lücke reißt und Alberto ein weiteres Mal die Bälle schäft.

Für die Biancocelesten zählt nur eins: Sieg. Sonst rutscht die Saison endgültig ins Mittelfeld ab und die Champions-League-Quote fürs neue Stadion wird kleiner. Die Rechnung ist simpel: gewinnen oder nachplanen. Rom hat Samstagnacht keine Geduld mehr.