Lask vs. altach: kann der pokal-fluch endlich enden?
Klagenfurt fiebert! Am Freitagabend entscheidet sich im ÖFB-Cup-Finale, ob der LASK nach 61 Jahren Wartezeit endlich wieder einen Titel feiern kann oder ob Altach die Sensation perfekt macht und als Underdog den ersten großen Pokalsieg der Vereinsgeschichte einfährt. Ein Duell zweier Welten, geprägt von ehrgeizigen Träumen und dem unbändigen Willen zum Erfolg.

Linz im siegesrennen, altach mit der überraschungsmelodie
Die Linzer präsentieren sich als haushoher Favorit, gestärkt durch den Gewinn der Meistergruppe und dem damit einhergehenden Momentum. Doch die Erinnerung an sechs erfolglose Cup-Finals sitzt tief – besonders die bittere 0:3-Niederlage gegen Salzburg vor fünf Jahren. Die Athletiker träumen vom Double, doch Trainer Dietmar Kühbauer warnt vor Nachlässigkeit: „Es ist grundsätzlich so, dass du in dem Moment da sein musst.“
Altach hingegen reist mit dem unbändigen Glauben an die eigene Stärke an die Mosera Arena. Der Weg ins Finale war alles andere als einfach: Zunächst wurden Sturm Graz und dann überraschend auch Salzburg ausgeschaltet. Trainer Ognjen Zaric weiß um die Herausforderung, die auf sein Team wartet, betont aber auch: „Wir sind auch jetzt schon froh, Teil dieser Geschichte zu sein.“
Sasa Kalajdzic, der formstarke Nationalspieler, wird für den LASK zum Schlüsselspieler. Seine Leistungen in den bisherigen Duellen mit Altach waren allerdings noch nicht entscheidend. Die Vorarlberger werden sich darauf eingestellt haben, ihm die Stirn zu bieten – und alles daran setzen, seine Angriffe zu unterbinden.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die Marktwerte der beiden Mannschaften sind Welten auseinander. Doch im Fußball ist alles möglich, und gerade Cup-Spiele sind bekannt für ihre unvorhersehbaren Wendungen. Die Atmosphäre in Klagenfurt verspricht ein Fußballfest zu werden, bei dem sich 15.000 LASK-Anhänger und über 4.000 Fans aus Vorarlberg begeistern werden.
Die Erinnerungen der alten Doublesieger von 1965 – darunter Legenden wie Wilhelm Harreither, Manfred Pichler und Dolfi Blutsch – werden in Linz mit großer Vorfreude geweckt. Werden sie Zeuge eines weiteren historischen Triumphes?
Kühbauer scheint die Bedeutung des Cups zu relativieren: „Es ist etwas, das nicht bei uns herumschwirrt.“ Doch die Augen der Fans sind fest auf den Pokal gerichtet, und der Druck auf die Mannschaft ist enorm.
Die Polizei warnt vor Verkehrsbehinderungen und ruft zu erhöhter Vorsicht auf. Ein Fanmarsch vom Bahnhof wird den Ansturm auf die Mosera Arena zusätzlich verstärken. Der Pokal wartet – und mit ihm die Chance auf Ruhm und Ehre.
