Langer schwärmt von augusta – comeback-gedanken keimen auf!

Augusta National. Für Bernhard Langer ist es mehr als nur ein Golfplatz – es ist ein Stück seines Lebens. Ein Jahr nach seinem Abschied vom US Masters meldet sich der zweimalige Champion voller Wehmut und überraschenderweise mit dem Gedanken an ein Comeback zu Wort.

Die magnolia lane ruft – aber ist ein comeback realistisch?

Die magnolia lane ruft – aber ist ein comeback realistisch?

„Ich muss mich wohl an diese neue Rolle als Zuschauer gewöhnen“, gestand Langer in einem Interview mit Mercedes-Benz. Die Worte klangen bedauernd, doch ein verschmitztes Lächeln ließ aufhorchen. Der Gedanke, den Tom Brady-Weg zu gehen, der nach einer Abschiedstournee noch einmal zurückkehrte, schwebte im Raum. 41 Mal hat Langer hier seine Drives auf der berühmten Magnolia Lane abgeschlagen – eine fast unvorstellbare Anzahl, die ihn zu einer Legende macht.

Die Champions Tour, auf der Langer weiterhin aktiv und erfolgreich ist, ist etwas anderes. „Meine Frau meinte auch, dass ich vielleicht zu früh aufgehört habe“, gab er zu. Doch der Unterschied liegt klar auf der Hand: „Auf der einen Seite weiß ich, wie lang und schwierig dieser Golfplatz ist – mit 7600 Yards. Wir spielen normalerweise eher 7100 Yards auf der Champions Tour.“ Die körperliche Belastung ist enorm, und mit 68 Jahren spürt auch ein Athlet wie Langer die Grenzen.

Doch die Erinnerungen sind unvergesslich. Langer nahm am Champions Dinner von Rory McIlroy teil und zeigte seiner Familie die Besonderheiten des Klubhauses. „Es gibt keinen anderen Platz, an dem ich mich so zu Hause fühle“, betonte er. Jack Nicklaus den sechsten Titel überreichen zu dürfen, oder Zeuge von Tiger Woods' letztem Masters-Sieg zu sein – diese Momente sind für ihn unbezahlbar.

Die Comeback-Gedanken sind zwar wohl eher Fantasie, denn Langer weiß: „Die Zeit hört nicht auf, wir werden alle älter. Es war sowieso schon ein Wahnsinn, dass ich bis zu meinem 67. Lebensjahr auf internationalem Spitzenniveau spielen konnte.“ Die Sehnsucht nach Augusta National ist jedoch unverkennbar. Es ist eine Reise durch das eigene Leben, ein Gefühl der Zugehörigkeit, das nur wenige Athleten kennen.

Langer genießt das Turnier als Ehrengast, umgeben von seiner Familie. Seine Frau Vikki Carol, die vier Kinder und vier Enkelkinder teilen diese Begeisterung. Und wer weiß, vielleicht schwingt ja doch noch einmal ein Hauch von Hoffnung auf, wenn er am nächsten Jahr an der Magnolia Lane steht.