Langer denkt über comeback nach: tom brady-effekt in augusta?
Augusta National – Bernhard Langer, zweimaliger Masters-Champion, lässt nach seinem Abschied ein überraschendes Gerücht aufleben: Ein Comeback? Der 68-Jährige schwelgt im Rahmen seines Besuchs als Ehrengast in Erinnerungen an seine glorreichen Siege, doch ein Augenzwinkern lässt auf mehr hoffen.
Die sehnsucht nach dem grünen jacket
Ein Jahr ist vergangen, seit Langer sich vom US Masters verabschiedet hat, aber die Wehmut ist ihm noch immer anzusehen. In einem Interview mit Mercedes-Benz sprach er offen über die Umstellung auf die Rolle des Zuschauers. „Es ist schon ungewohnt, nicht selbst mitspielen zu dürfen“, gestand er.
Doch dann kam der Satz, der die Golfwelt kurz innehalten ließ: „Oder ich gehe noch einmal zum Klub zurück und frage, ob ich einen Tom Brady machen kann.“ Der Vergleich mit dem Football-Superstar, der nach seinem Rücktritt noch einmal zurückkehrte und die NFL begeisterte, ist natürlich gewagt. Aber die Idee, Langer noch einmal auf dem Augusta National zu sehen, ist verlockend.
Die physische Herausforderung ist enorm.
Es ist kein Geheimnis, dass das Masters eine ganz andere Liga ist als die Champions Tour, auf der Langer weiterhin aktiv und erfolgreich ist. Die 7600 Yards des Augusta National sind eine ganz andere Hausnummer als die 7100 Yards, die auf der Champions Tour üblich sind. Langer selbst räumt ein: „Die Zeit hört nicht auf, wir werden alle älter.“
Seine Frau Vikki Carol hat ihm übrigens bereits ins Gewissen geredet: „Sie meinte auch, dass ich vielleicht zu früh aufgehört habe.“ Ein starkes Argument, das für ein Comeback sprechen könnte. Aber die physische Belastung und die Konkurrenz auf höchstem Niveau sind gewaltig.

Familienzeit und erinnerungen
Im Moment genießt Langer das Turnier als Ehrengast in vollen Zügen. Er nahm am Champions Dinner von Rory McIlroy teil und verbringt viel Zeit mit seiner Familie – seiner Frau, seinen vier Kindern und seinen vier Enkelkindern. „Ich zeige ihnen ein paar Dinge im Klubhaus, denn es gibt hier immer wieder etwas Neues“, erzählt er.
Für Langer ist Augusta National mehr als nur ein Turnier – es ist ein Ort voller Erinnerungen. „Es gibt keinen anderen Platz, an dem ich mich so zu Hause fühle“, sagt er. Er erinnert sich an das Überreichen des grünen Jackets an Jack Nicklaus und an Tiger Woods' letzten Masters-Sieg. Momente, die für immer in seiner Erinnerung bleiben werden.
Ob Langer tatsächlich einen Tom Brady-Effekt erleben und noch einmal auf dem Augusta National antreten wird, bleibt abzuwarten. Aber die Möglichkeit ist da – und solange Langer die Leidenschaft und die körperliche Fitness besitzt, darf man sich durchaus vorstellen, ihn noch einmal in der Magnolia Lane zu sehen. Denn eines ist klar: Bernhard Langer ist ein Kämpfer, und Kämpfer geben niemals auf.
