Landespokale jetzt: drittligisten jagen bayern-traum – essen und osnabrück schon draußen
Der Pokal scheint verrückt zu spielen. Während Rot-Weiss Essen und VfL Osnabrück schon im Landespokal bluteten, rechnen sie sich trotzdem Chancen auf den DFB-Pokal 2026 aus – über die Tabellenplätze. Die 3. Liga liefert vier direkte Tickets, die Konkurrenz jagt den Traum vom FC Bayern oder Borussia Dortmund über die kleinen Finalspiele.
Wehen wiesbaden will den bayern-coup wiederholen
Heute ab 19 Uhr gastiert der SV Wehen beim Sechstligisten Germania Ober-Roden. Letzte Saison schaffte der SVWW den Sprung ins hessische Finale, schlug im Endspiel Hessen Kassel im Elfmeterschießen und zog gegen den FC Bayern (2:3 n. V.) fast den großen Coup. Trainer Nils Döring schickt seine Startelf trotz englischer Woche, denn die 300.000 Euro Prämie für die erste Hauptrunde locken. Zeitgleich empfängt der SC Verl den Oberligisten Türkspor Dortmund – 2019/20 stand Verl sogar im Achtelfinale, verlor damals knapp mit 0:1 gegen Union Berlin.
Am Samstag kocht die Liga weiter. Hansa Rostock muss beim Sechstligisten 1. FC Neubrandenburg ran, will zum elften Mal in Folge den Landesmeister stellen. Der Jahn Regensburg empfängt um 14 Uhr den TSV 1860 München – im November gab es ein 4:0 für den SSV, nun droht Wiederholung. Energie Cottbus reist zum Sechstligisten BSC Preußen, der MSV Duisburg muss beim Regionalligisten 1. FC Bocholt ran. Für die Zebras winkt das erste Pokal-Ticket seit 2020, wenn sie das Finale erreichen.

Die tabelle lügt nicht – osnabrück und essen trotz k.o. noch live
Bereits ausgeschieden sind Alemannia Aachen, Würzburger Kickers, Viktoria Aschaffenburg, Rot-Weiss Essen und der VfL Osnabrück. Doch die beiden Letztgenannten haben sich durch ihre Liga-Platzierungen ein Hintertür offenhalten. Osnabrück führt die 3. Liga mit sechs Punkten Vorsprung, Essen steht auf Platz zwei. Nur zwei Drittligisten – Arminia Bielefeld und Energie Cottbus – überstanden vergangenes Jahr die erste DFB-Pokalrunde. Bielefeld war schon als Meister qualifiziert, Cottbus flog in Runde zwei raus.
Die restlichen Landespokalsieger 2025 aus der 3. Liga: Hansa Rostock, SV Sandhausen, Viktoria Köln und der MSV Duisburg – falls die Zebras heute gewinnen. Die große Chance für die kleinen Klubs: Ein Sieg im Landesfinale bedeutet mindestens 300.000 Euro Prämie plus TV-Geld – für manchen Regionalligisten mehr als ein Jahresetat.
