Landa fliegt gegen sani-auto – iturralde-rennen vorbei, teamchef tobt

Mikel Landa ist raus. Keine Knochenbrüche, aber viel Wut. Der Baskische Bergfahrer prallte auf der zweiten Etappe der Baskenland-Rundfahrt mit dem Wagen des Rennarztes zusammen, wurde in die Leitplanke geschleudert und musste später ins Krankenhaus. „Keine bleibenden Schäden“, teilt sein Team mit – trotzdem beendet der 36-Jährige vorzeitig.

Teamchef jürgen foré schäumt: „keine entschuldigung“

Der Unfall geschah auf der Abfahrt des letzten Anstiegs. Landa hatte sich gerade aus der Spitzengruppe gelöst, als der weiße VW des medizinischen Dienstes zu weit nach rechts rutschte. Sekunden später lag der Fahrer am Straßenrand, sein Bike zerfetzt. „Das Auto hat Mikel einfach von der Strecke gepustet“, wettert Jürgen Foré im belgischen „Het Nieuwsblad“. „Wir tun alles für die Sicherheit, und dann rammt uns der Sanitäter.“

Die Rennleitung reagierte postwendend: Der Fahrer wurde aus dem Rennen geworfen, kassierte eine Gelbe Karte und muss 500 Schweizer Franken zahlen – ein symbolischer Tropfen auf den heißen Asphalt. Denn Landa verliert mehr als nur die Generalprobe für den Giro. Er verliert Tage intensiver Vorbereitung. „Der Körper muss sich komplett erholen“, lautet die knappe medizinische Order.

Ein präzedenzfall mit nachspiel

Ein präzedenzfall mit nachspiel

Zusammenstöße mit Begleitfahrzeugen gehören zum Peloton wie Regen in Donostia. Doch ein Aufprall gegen den eigenen Retter? Das ist selbst für alte Rennzirkus-Kenner Neuland. Die Szene ist bereits auf Sozialen Medien viral: Dash-Cam-Video zeigt, wie Landa bei 70 km/h gegen die hintere Stoßstange kracht, sich in der Luft dreht, mit dem Hinterkopf aufschlägt. Die Kommentare darunter kochen – von „fahrlässig“ bis „grob fahrlässig“ reicht die Palette.

Der Veranstalter kündigt interne Konsequenzen an, doch Foré will Taten sehen: „Strafe ist okay, aber was ist mit der Verantwortung?“ Für Landa heißt es nun: Kurzzeitpause, dann Aufbautraining. Der Giro startet am 4. Mai. Ob der Baskische Hühenflieger dort an den Start gehen kann, entscheidet sich in den nächsten zehn Tagen. Die Uhr tickt – und das Peloton tritt wieder in die Pedale, ohne einen seiner besten Kletterer.