Laliga-protest: spielerstreiks scheitern vor gericht – miami-debatte geht weiter
Einigung gibt es nicht: Die spanische Liga muss sich demnächst wohl erneut mit dem Thema ausländische Spiele auseinandersetzen. Die Berufungskammer des Obersten Gerichtshofs in Madrid hat die Forderung von LaLiga abgelehnt, die Streiks der Fußballspieler im Oktober letzten Jahres für illegal zu erklären. Ein Urteil, das die Debatte um die Internationalisierung des spanischen Fußballs neu entfacht.

Die entscheidung: freiheit der meinung und gewerkschaftsrechte
Im Zentrum des Rechtsstreits stand eine Protestaktion der Spieler, die zu Beginn mehrerer Spiele der neunten Spieltagrunde in der LaLiga EA Sport für 15 Sekunden den Ball ruhen ließen. Dies war ein Ausdruck ihres Unmuts über die Absicht, ein Ligaspiel im März in Miami, Florida, auszutragen – ein Plan, der letztendlich aufgrund des Urteils des Obersten Gerichtshofs in Madrid abgesagt wurde. Das gericht bestätigte die Einschätzung der Sozialgerichtsbarkeit, wonach die Aktion der Spieler als legitime Ausübung der Meinungs- und Gewerkschaftsfreiheit zu werten sei. Die Asociación de Futbolistas Españoles (AFE) hatte in der Verhandlung argumentiert, dass die Spieler ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen hätten.
Die Fiscalía, die Staatsanwaltschaft, hatte sich in dem Verfahren bereits für eine Ablehnung der Klage ausgesprochen. LaLiga hingegen beharrte darauf, dass es sich um einen illegalen Streik gehandelt habe, der dem Verband einen Schaden von schätzungsweise 8,7 Millionen Euro verursacht habe. Ein Betrag, der die wirtschaftlichen Interessen der Liga deutlich macht.
Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs wirft nun Fragen auf: Wie weit dürfen sich Spieler in ihren Protestaktionen gehen, wenn sie ihre Meinung äußern wollen? Und wie kann LaLiga die Internationalisierung des spanischen Fußballs vorantreiben, ohne dabei auf Widerstand von Spielern und Fans zu stoßen? Die AFE hat die Entscheidung des Gerichts begrüßt und betont, dass die Spieler weiterhin ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnehmen werden. Es bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen diese Entscheidung für zukünftige Pläne von LaLiga haben wird, insbesondere im Hinblick auf die Ausrichtung von Spielen im Ausland.
Die Sache ist noch lange nicht vom Tisch. Denn die Spielerseite hat bereits signalisiert, dass weitere Protestaktionen in Erwägung gezogen werden, sollte es zu ähnlichen Plänen kommen. Die Fußballwelt wird genau beobachten, wie sich diese Situation weiterentwickelt.
