Laliga 2026/27: tebas und afe im kalender-streit – droht ein kompromiss?

Die Diskussion um den Starttermin der LaLiga Saison 2026/27 brodelt weiter. Während Liga-Präsident Javier Tebas weiterhin auf den 16. August setzt, sieht der spanische Fußballverbands (AFE) darin eine unzumutbare Belastung für die Spieler. Der Konflikt, der sich während der Verhandlungen über den neuen Spielkalender zuspitzte, wirft ein Schlaglicht auf die unterschiedlichen Prioritäten zwischen Liga-Interessen und dem Wohl der Profis.

Afe kritisiert tebas’ aussagen als „überraschend“

Afe kritisiert tebas’ aussagen als „überraschend“

Diego Rivas, Generalsekretär der AFE, äußerte sich sichtlich irritiert über Tebas’ öffentliche Äußerungen. „Die Aussagen von Herrn Tebas haben uns ehrlich gesagt etwas überrascht, insbesondere da wir uns in einer entscheidenden Phase der Kalenderverhandlungen befinden“, so Rivas. Er betonte die Diskrepanz zwischen den Forderungen der Liga und den Bedürfnissen der Spieler. Konkret fordert die AFE einen späteren Starttermin, nämlich den 23. August.

Tebas verteidigt den geplanten Starttermin mit dem Verweis auf die Einhaltung der gesetzlichen Mindestruhezeiten für die Spieler – 21 Tage Urlaub. Doch die AFE sieht hier eine Falle. „Es geht nicht nur um die Urlaubstage, sondern um die gesamte Vorbereitungszeit auf die neue Saison“, erklärt Rivas. Gerade für die Spieler, die an der Weltmeisterschaft bis in die finalen Phasen involviert sind, sei die Zeit für eine optimale Vorbereitung schlichtweg zu knapp.

Die AFE argumentiert, dass ein späterer Start die Chancengleichheit aller Teams gewährleisten würde. „Für das Wohl des spanischen Fußballs und um das Niveau der Liga aufrechtzuerhalten, sollten alle Mannschaften unter den gleichen Bedingungen in die Saison starten. Der Spielkalender muss, wie im Kollektivvertrag festgelegt, mit der AFE abgestimmt werden.“

Die Verhandlungen gestalten sich zäh, doch es gibt vorsichtigen Optimismus. „Die Gespräche laufen weiter. Wir hatten gestern ein Treffen und bleiben in ständigem Kontakt, da beide Seiten verstehen, dass ein Konsens unerlässlich ist“, so Rivas. Er betonte, dass die AFE alles daran setzen werde, um die bestmöglichen Bedingungen für ihre Spieler zu gewährleisten.

Die drohende Gefahr von vermehrten Verletzungen, die unausweichlich aus einer unzureichenden Vorbereitungszeit resultieren, unterstreicht die Dringlichkeit einer Einigung. Die kommenden Tage werden zeigen, ob sich die Positionen von Liga und Verband so weit annähern, dass ein Kompromiss erzielt werden kann – denn die Gesundheit der Spieler und die Qualität des Spiels stehen letztlich auf dem Spiel.