Lakers-star james beklagt sich: schiedsrichter-chaos droht playoff-aus?

Die Stimmung im Lager der Los Angeles Lakers ist alles andere als gut. Nach der zweiten Niederlage gegen die Oklahoma City Thunder in den Playoffs-Semifinals der Western Conference eskalierten die Spannungen – und das nicht nur auf dem Spielfeld. Klare Worte von LeBron James und Trainer JJ Redick lassen den Verdacht aufkommen: Das Schiedsrichtergespann könnte die Serie entscheidend beeinflussen.

Redick: james bekommt die „schlechteste unparteiische überhaupt“

Trainer JJ Redick ließ seiner Frustration freien Lauf und äußerte sich drastisch: „LeBron James bekommt das schlechteste Schiedsrichter-Arbitrage, die ich je gesehen habe. Seit zwei Jahren beobachte ich das. Es ist frustrierend.“ Er betonte die Diskrepanz zwischen dem physischen Spiel der Thunder und der Art und Weise, wie Fouls gepfiffen werden. Die Lakers erhielten 26 Freiwürfe, während OKC nur 21 erzielte – trotz 21 persönlicher Fouls der Thunder im Vergleich zu 26 der Lakers. Eine Tatsache, die Redick ebenfalls nicht unerwähnt ließ und dafür eine technische Umwandlung erhielt.

Die Thunder, so scheint es, profitieren von einem gewissen „Spielraum“, wenn es um physischen Kontakt geht. Sam Quinn von CBS Sports brachte es auf den Punkt: „Drei Gewissheiten im Leben: Der Tod, die Steuern und die Frustration über die Schiedsrichterentscheidungen, die gegen die Oklahoma City Thunder getroffen werden.“ Das Team hat sich im Laufe ihres Aufstiegs in der NBA einen Ruf erworben, mit dem sie sich durchsetzen können, auch wenn sie dies nicht immer fair erscheinen lässt. Ihre Verteidigung ist statistisch gesehen eine der besten aller Zeiten, aber der Eindruck hält an, dass sie sich mit einem aggressiven Spielstil durchsetzen können, der anderen Teams verwehrt bleibt.

LeBron James selbst äußerte sich wenig begeistert. Auf die Frage, ob er die Aussage seines Trainers teile, antwortete er kurz und bündig: „Ich weiß es nicht.“ Seine mangelnde Beteuerung deutet jedoch auf eine tiefe Frustration hin.

Reaves

Reaves' hitzige auseinandersetzung mit schiedsrichter goble

Auch nach dem Spiel kam es zu Spannungen. Eine Gruppe von Lakers-Spielern, angeführt von Austin Reaves, konfrontierte die Schiedsrichter auf dem Spielfeld. Reaves erhob schwere Vorwürfe gegen den Schiedsrichter John Goble: „John Goble hat mir ins Gesicht geschrien; das empfand ich als respektlos. Wir sind erwachsene Männer, und ich fand es nicht nötig, dass er mich so anbrüllt. Ich habe ihm gesagt, dass ich ihn dafür sofort mit einer technischen Umwandlung bestrafen würde, wenn ich das getan hätte. Ich glaube, der einzige Grund, warum er mich nicht bestrafte, ist, weil er wusste, dass er falsch lag. Ich habe mich herabgesetzt gefühlt.“

Die Diskrepanz in der Anzahl der Freiwürfe und Fouls spiegelt sich auch in den Statistiken von LeBron James wider. Er warf im zweiten Spiel nur vier Freiwürfe und im ersten Spiel lediglich einen. Ein erschreckender Wert für einen Spieler seiner Klasse. Redick betonte: „Ihm werden mehr Kopfstöße zugefügt als jedem anderen Spieler, den ich je in der Penetration gesehen habe, und selten wird ein Foul gepfiffen.“

Die Thunder sind zweifellos ein starkes Team, aber die Frage, ob die Schiedsrichter ihnen einen übermäßigen Vorteil gewähren, bleibt bestehen. Ob die Lakers in der Lage sein werden, sich gegen diese Umstände durchzusetzen und die Serie noch zu drehen, bleibt abzuwarten. Doch eines ist klar: Die Schiedsrichterentscheidungen werden eine entscheidende Rolle spielen.