Lakers-drama: verletzungspech und medizin-vorwürfe überschatten den abstieg

Los Angeles – Die Lakers krachen aus der Playoff-Zone und das nicht nur aufgrund des schwächelnden Spiels. Eine Kette von Verletzungen, vor allem die von Luka Doncic und Austin Reaves, hat das Team in eine tiefe Krise gestürzt – und nun auch einen hitzigen Streit mit den Dallas Mavericks ausgelöst.

Jj redick schießt scharf: medizinischer fehler in dallas?

Nachdem die Lakers ihre dritte Niederlage in Folge kassierten, diesmal in Dallas, ließ Lakers-Trainer JJ Redick seiner Frustration freien Lauf. Er warf den Mavericks vor, bei der Untersuchung von Austin Reaves einen medizinischen Fehler begangen zu haben. Laut Redick benötigte Reaves zwei MRT-Scans, um eine Adduktorenzerrung zweiten Grades festzustellen, während die Mavericks angeblich nur eine Untersuchung durchgeführt hätten und dabei die falsche Körperregion abgetastet hätten. „Ich weiß nicht, wer die Befugnisse im Bildgebungsteam der Mavericks hat, aber sie haben den falschen Bereich gescannt“, wetterte Redick nach dem Training.

Reaves zog bereits nach dem Spiel gegen die Thunder in Oklahoma mit dem Team nach Dallas, wo er sich verletzte. Er war mit 15 Punkten sogar der beste Scorer seiner Mannschaft in diesem Spiel, bevor die Diagnose kam. Doncic hatte sich ebenfalls im Spiel gegen Oklahoma City verletzt. Der Vorfall wirft ein dunkles Licht auf die medizinische Versorgung in der NBA und stellt die Professionalität der beteiligten Ärzte in Frage.

Mavericks wehren vorwürfe zurück – „standardprotokolle befolgt“

Mavericks wehren vorwürfe zurück – „standardprotokolle befolgt“

Die Mavericks reagierten prompt mit einer offiziellen Stellungnahme, in der sie Redicks Vorwürfe zurückwiesen. „Unser medizinisches Team befolgte die Standard-Bildgebungsprotokolle auf Basis der Informationen, die uns zu diesem Zeitpunkt vorlagen. Es gab keinen Fehler bei der durchgeführten Untersuchung“, hieß es in der Erklärung.

Redick schien seine Haltung im Laufe des Spiels zu revidieren. Nach der jüngsten Niederlage gegen die Thunder gab er an, dass die benötigte Bildgebung letztendlich gefunden wurde. „Wir haben letztendlich das Bild bekommen, das wir brauchten. Und natürlich sind wir dankbar, weil das in dieser Saison immer der Fall war, wenn sich das Heimteam freundlich gezeigt hat – so wie wir es auch tun würden.“

Die NBA-Praxis sieht vor, dass bei Auswärtsspielen die medizinischen Teams des Gastteams oft auf die Expertise der lokalen Einrichtungen zurückgreifen, um Verletzungen zu diagnostizieren. Die Lakers gehen davon aus, dass Reaves voraussichtlich vier bis sechs Wochen ausfällt. Ob die entstandene Spannungen zwischen den Teams die kommende Saison beeinträchtigen werden, bleibt abzuwarten. Doch eines ist klar: Die Lakers stehen vor einer schweren Aufgabe, um die Saison noch zu retten – und das ohne ihre Schlüsselspieler.

n,