Lakers klauen zug den besten u21-verteidiger – sauser kommt mit 28-punkte-résumé
Die SCRJ Lakers haben zugeschlagen und den Schweizer Verband vor der U20-WM in die Zange genommen: Flavio Sauser wechselt sofort für zwei Jahre von Meister EV Zug an den Zürichsee. Der 18-jährige Rechtsverteidiger war in der U21-Elit 2025/26 mit 28 Scorerpunkten in 46 Spielen der aktivste Hintermann der Liga – und steht nun vor dem Sprung in die National League.
Sauser soll lundskogs powerplay entzünden
Trainer Johan Lundskog verlangte nach dem Aus in den Play-downs eine „mobile Rechts-Hand“ für seine erste Box. Sauser lieferte in der Nachwuchs-Elit nicht nur 12 Tore, sondern vor allem 16 Assists aus dem blauen Kreis. Sein Slapshot wurde intern bereits mit 155 km/h gemessen – ein Wert, den in Rapperswil bisher nur NHL-Rückkehrer Michael Loichat erreichte. Die Lakers verpassten 2024/25 mit 9,8 % den schlechtesten Powerplay-Wert ihrer Geschichte; der Zugang soll diese Marke sprengen.
Doch es gibt ein Detail, das in den Schweizer Medien unterging: Sauser durfte in dieser Saison bereits dreimal für den EV Zug in der NL auflaufen, dur aber nur eingeschränkt trainieren, weil die Innerschweizer ihre Defensive mit Veteranen wie Christian Marti und Jan Kovář verstopften. Die Lakers garantieren ihm dagegen 15 bis 17 Minuten Eiszeit pro Partie – ein Versprechen, das sie 2023 auch Daniil Ustinkov machten und einhielten. Sausers Berater André Rufener ließ durchblicken: „Rapperswil bietet die schnellste Route in den Schweizer Kader.“

Lindemann kehrt mit b-lizenz zurück – und bringt playoff-erfahrung mit
Parallel holen die Lakers Kevin Lindemann sofort per B-Lizenz vom HC Thurgau zurück. Der 26-jährige Stürmer absolvierte schon im November fünf Spiele in Rosenstadt, erzielte dabei zwei Tore und eine Vorlage. Die Statistik klingt bescheiden, doch intern zählt: Lindemann gewann 59 % seiner Bullys und deckte in der Defensive 28 Schüsse ab – eine Disziplin, in der Rapperswil in der Qualifikation den drittmeisten Gegentoren kassierte. Mit Lindemann und Sauser stehen nun acht Schweizer Legionäre im Kader – die maximale Ausländerquote ist erreicht.
Die Botschaft ist klar: Die Lakers wollen gegen SC Bern in den Play-in-Qualifikationen nicht nur mitspielen, sondern den Zwergenkiller raushängen lassen. Sportchef Sean O’Connor sagt: „Wir haben zwei Spieler geholt, die bereit sind, sofort zu brennen.“ Die Liga beobachtet gespannt, ob der Rosenstädter Zauber auch gegen die Berner Top-Line um Reto Berra funktioniert. Am Freitag im SCB-Tempodrom wird sich zeigen, ob Sausers erster NL-Assist schon den Playoff-Ticket schreibt.
