Lakers demonstrieren blaupause für serie: durant unter druck, rockets verzweifeln

Los Angeles hat in Spiel 2 gegen Houston nicht nur einen wichtigen Sieg errungen, sondern auch eine deutliche Richtung für die gesamte Serie vorgezeichnet. Die Lakers präsentierten eine defensive Strategie, die die Rockets in Verlegenheit brachte und die Schwächen im Spiel ohne Luka Doncic schonungslos aufdeckte.

Durant's offensive lähmung nach pause

Die erste Halbzeit gehörte zweifellos Kevin Durant. Mit 20 Punkten hielt er die Rockets im Spiel und schien kaum zu stoppen. Doch nach der Pause brach Durant überraschend ein. Die Lakers, anstatt sich auf das zu verlassen, was bisher funktioniert hatte, intensivierten die Verteidigung. Körperlicher Kontakt, aggressives Hedging bei Pick-and-Rolls und die konsequente Absicherung mit einem zweiten Verteidiger raubten Durant den Rhythmus. Aus dem einst so dominanten Spieler wurde ein Mann, der um jeden Ballkampf kämpfen musste – mit nur drei Punkten in der zweiten Hälfte als trauriges Ergebnis.

Rockets ohne struktur: das point-guard-problem

Rockets ohne struktur: das point-guard-problem

Die Lakers demonstrierten eine Routine, die sie bereits in der Regular Season bewiesen: Durant neutralisieren und den Rest des Teams schlagen. Und genau hier liegt das Kernproblem der Rockets. Sobald Durant den Ball unter Druck abgeben muss, fehlt es an Struktur, an Übersicht und an der Fähigkeit, selbst Chancen zu kreieren. Die wenigen Pässe, die überhaupt ankamen, fanden oft ihr Ziel nicht, was sich in einer mageren Trefferquote von 24 Prozent von der Dreierlinie widerspiegelt. Das Fehlen eines klaren Ballhandlers ist dabei ein entscheidender Faktor. Houston sucht verzweifelt nach jemandem, der das Spiel beruhigen, Double-Teams lesen und selbst etwas kreieren kann.

Sheppard und sengün: ungefragte talente

Sheppard und sengün: ungefragte talente

Umso fragwürdiger erscheint die geringe Einsatzzeit von Reed Sheppard. Der 21-Jährige bringt frischen Wind, schnelle Entscheidungen und einen sicheren Wurf mit – genau das, was die Rockets in dieser Situation benötigen. Seine vergleichsweise kurze Spielzeit in Spiel 2 stellt die taktischen Überlegungen der Rockets in Frage. Auch Alperen Sengün konnte die Räume, die durch die Doppeldeckung von Durant entstanden, nicht konsequent nutzen. Tracy McGrady brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: „Er muss performen.“

Lebron kontrolliert das tempo: lakers

Lebron kontrolliert das tempo: lakers' anpassungsfähigkeit

Auf der anderen Seite bewiesen die Lakers erneut ihre Flexibilität und ihr Können. LeBron James kontrollierte das Spielgeschehen, ohne ständig doppelt verteidigt zu werden, was Houston scheute, um seine Passfähigkeiten nicht zu gefährden. Die Lakers’ Trefferquote von 46 Prozent von der Dreierlinie unterstreicht die Risikobereitschaft der Rockets und die Effizienz der Lakers. „Wir wussten, wie motiviert sie sein würden“, erklärte James, „und wir waren noch motivierter.“

Die Lakers haben in dieser Serie bereits gezeigt, dass sie mehr als einen Weg haben, ein Spiel zu kontrollieren. Bei den Rockets hängt zu viel von einem einzelnen Spieler ab. Die kommenden Partien werden zeigen, ob Houston in der Lage ist, diese Abhängigkeit zu überwinden und die Lakers aus ihrer Komfortzone zu drängen.