Laimer-poker: eberl nimmt's entspannt – gehaltsvorstellungen blockieren verlängerung?
München – Die Vertragsverhandlungen um Konrad Laimer beim FC Bayern ziehen sich hin, und Sportvorstand Max Eberl scheint sich damit arrangiert zu haben. Nach dem 3:3 gegen Heidenheim betonte er die Gelassenheit im Umgang mit der Situation, deutete aber gleichzeitig an, dass die hohen Gehaltsforderungen des Österreichers die Gespräche erschweren.
Ein drauf und dran beim gehalt
Laimer, der im Sommer 2027 ablösefrei verfügbar wäre, hat sich unter Trainer Thomas Tuchel als flexibler und zuverlässiger Spieler etabliert, vor allem als rechter Außenverteidiger. Seine Leistungen haben seinen Marktwert gesteigert und scheinbar auch seine Gehaltsvorstellungen. Die Bayern, die ihn 2023 ohne Ablöse verpflichteten, scheinen nun mit den finanziellen Erwartungen des Spielers ins Stocken zu geraten.
„Das sind einfach Gespräche. Da kommt man momentan nicht übereinander, aber das ist auch nicht schlimm“, erklärte Eberl nach dem Unentschieden gegen Heidenheim. „Es gibt zwei Standpunkte und da muss man schauen, ob man die Brücke irgendwann irgendwie findet.“ Die Andeutung, dass die Differenzen erheblich sind, lässt sich nicht übersehen. Ein Verkauf in diesem Sommer sei jedoch keine „Pflicht“, so Eberl, da Laimer ohne Ablöse gekommen sei. Dies unterstreicht die pragmatische Herangehensweise der Bayern, die sich im Fall eines Scheiterns der Verhandlungen nicht zwingen lassen wollen, hohe Summen für den Spieler auszugeben.

Umbruch im bayern-mittelfeld: goretzka und guerreiro weg
Neben den Verhandlungen um Laimer stehen die Bayern vor einem weiteren Umbruch im Mittelfeld. Leon Goretzka und Raphael Guerreiro werden den Verein verlassen, und auch Leihspieler Nicolas Jackson wird nicht zurückkehren. Ein Lichtblick: Die Vertragsverlängerung von Kapitän Manuel Neuer um ein weiteres Jahr scheint kurz vor dem Abschluss zu stehen – ein Signal der Kontinuität in einer Zeit des Wandels. Die Frage ist: Kann man die Lücke füllen, die Goretzka und Guerreiro hinterlassen?
Der Fokus liegt nun darauf, die richtigen Spieler für die Zukunft zu finden und gleichzeitig die finanziellen Rahmenbedingungen im Griff zu behalten. Eberls entspannte Rhetorik könnte aber auch eine Taktik sein, um Druck von Laimer auszuüben und ihn dazu zu bewegen, seine Gehaltsvorstellungen zu überdenken. Ob die „Brücke“ gefunden wird, bleibt abzuwarten. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein.
