Laimer: mehr als nur ein arbeiter – bayerns rückgrat strebt nach mehr

Konrad Laimer, der unauffällige Motor im Mittelfeld des FC Bayern München, steht vor einer Weggabelung. Während Ehrenpräsident Uli Hoeneß ihn zwar nicht als „Maradona“ bezeichnet, so ist doch klar: Der Österreicher ist ein unverzichtbarer Baustein für die Stabilität und den Erfolg des Rekordmeisters. Die Frage ist nun, ob die Bayern bereit sind, seine Gehaltsvorstellungen zu erfüllen und ihn langfristig an sich zu binden.

Die ungeschönte wahrheit: laimer – kein star, aber unverzichtbar

Die ungeschönte wahrheit: laimer – kein star, aber unverzichtbar

Laimer muss sich seit seinem Wechsel vor drei Jahren immer wieder rechtfertigen. Zu langsam, zu wenig Spielwitz, kein Star – die Kritikpunkte häufen sich. Doch die Zahlen lügen nicht: Mit 3297 Minuten in dieser Saison gehört er zu den Leistungsträgern des FC Bayern. Er ist der unermüdliche Arbeiter, der die Drecksarbeit macht, von der Spieler wie Franz Beckenbauer und Gerd Müller einst profitierten. Ein Spieler wie Bernd Dürnberger, dessen Name kaum noch jemandem etwas sagt, obwohl er in 13 Jahren beim FC Bayern eine beeindruckende Titelsammlung vorweisen kann. Ein Mentalitätsmonster, das niemals lockerlässt.

Seine Vielseitigkeit ist bemerkenswert. Ob als Außenverteidiger, Aushilfs-Flügelstürmer oder im defensiven Mittelfeld – Laimer ist überall einsetzbar und erfüllt seine Aufgaben stets mit Leidenschaft und Engagement. Er antizipiert das Spiel, schafft Räume für Harry Kane und Michael Olise und ist ein wichtiger Bestandteil des Pressing-Systems von Trainer Vincent Kompany.

Der Gehaltsknackpunkt: Aktuell verdient Laimer Medienberichten zufolge zwischen acht und neun Millionen Euro. Er fordert jedoch eine Aufstockung auf rund zwölf Millionen Euro – eine Summe, die zwar noch deutlich unter den Topverdienern wie Harry Kane und Joshua Kimmich liegt, aber selbst für Alphonso Davies, einen Außenverteidigerkollegen, immer noch deutlich unter liegt. Laimer selbst betont, er habe „ehrlich gesagt noch nie was gefordert“, deutet aber an, dass er seine Leistungen entsprechend werten lässt.

Uli Hoeneß' Äußerung, Laimer sei „nicht Maradona“, nimmt sich der Österreicher nicht übel. Im Gegenteil, er sieht eine Gemeinsamkeit mit dem ehemaligen Präsidenten: „Ich und der Uli sind schon immer auf einer Wellenlänge gewesen.“ Diese Aussage unterstreicht die gute Beziehung zwischen den beiden und lässt hoffen, dass eine Einigung erzielt werden kann.

Die Entscheidung, ob Laimer dem FC Bayern wichtig genug ist, um seinen Gehaltsvorstellungen gerecht zu werden, wird in diesem Sommer fallen. Denn eines ist klar: Ohne Laimers unermüdlichen Einsatz und seine taktische Disziplin wird es für die Bayern schwer, die Dominanz in der Bundesliga und im internationalen Fußball zu behaupten. Er ist der Fels in der Brandung, der Rückgrat der Stars – und das sollte man nicht vergessen.