La vuelta: sardinien winkt mit 7,5 millionen euro!
Ein faustdicker Deal könnte die Zukunft des Radsport-Klassikers La Vuelta entscheidend prägen: Sardinien macht ernst im Kampf um die Austragung der Spanienrundfahrt 2028 und bietet der Veranstalterorganisation satte 7,5 Millionen Euro. Die Insel setzt auf eine Mediensensation und einen wirtschaftlichen Schub – und könnte damit ein neues Kapitel in der Geschichte der Vuelta aufschlagen.
Ein italienisches intermezzo für die spanienrundfahrt?
Die Nachricht, die der italienische Journalist Ciro Scognamiglio in der Gazzetta dello Sport verbreitete und die L’Unione Sarda bestätigte, lässt aufhorchen. Sardinien, das bereits 2017 als Startort des Giro d’Italia glänzte und dabei einen enormen Medien- und Wirtschaftseffekt erzielte, will diese Erfolgsgeschichte nun mit der Vuelta wiederholen. Die Erinnerungen an Alghero, Olbia und Cagliari sind noch lebendig – und die Insel scheint bereit für eine neue Großveranstaltung zu sein.
Doch es ist mehr als nur eine Wiederholung. Die Vuelta hat sich in den letzten Jahren strategisch neu ausgerichtet und setzt verstärkt auf internationale Startorte, um ihre Reichweite und Attraktivität zu steigern. Lissabon, Utrecht, Nimes und Assen sind bereits Teil dieser internationalen Erfolgsgeschichte, die aus Business, globaler Sichtbarkeit und ambitionierten institutionellen Vereinbarungen besteht. Cerdeña bietet nun eine einzigartige Kulisse mit ihren Küstenstraßen und einer tief verwurzelten Radsporttradition.
Die Verhandlungen befinden sich zwar noch in einem frühen Stadium, aber das Interesse der Region ist unverkennbar. Die 7,5 Millionen Euro sind ein deutliches Signal, wie hart der Wettbewerb um die Austragung von Großveranstaltungen geworden ist. Die großen Rundfahrten sind zu globalen Schaufenstern geworden, und immer mehr Regionen wetteifern um diesen internationalen Auftritt über mehrere Tage hinweg.

Mehrere etappen auf sardinien geplant
Die italienischen Planungen sehen vor, dass die Vuelta mehrere komplette Etappen auf Sardinien absolvieren wird, bevor sie nach Spanien überführt wird. Dieses Modell, das bereits von anderen großen Rundfahrten erfolgreich eingesetzt wurde, würde es ermöglichen, die Insel über mehrere Tage hinweg einem breiten Publikum zu präsentieren und die internationale Ausstrahlung der Vuelta weiter zu verstärken. Javier Guillén und sein Team scheinen auf Wachstumskurs zu sein – und Sardinien könnte ein wichtiger Baustein dieser Strategie sein.
Obwohl noch keine offizielle Bestätigung vorliegt, brodelt es in der italienischen Radsport-Szene. Und wenn Zahlen dieser Größenordnung im Umlauf sind, fängt der Pelotón in der Regel schon an, sich auf die bevorstehende Saison vorzubereiten – lange bevor die Zielfahne tatsächlich geschwungen wird. Die Insel hat das Potenzial, die Vuelta in ein unvergessliches Erlebnis zu verwandeln – und die Veranstalter sollten dieses Angebot nicht ausschlagen.
