Yeboah und caicedo stemmen sich gegen katastrophe – nur zwei kämpfen für ecuador

Der Albtraum drohte schon in der 23. Minute. Galindez stocherte einen Querpass gerade noch aus dem Fünfer, die ecuadorianische Abwehr stand wie gelähmt. Die Niederlage lag in der Luft – doch zwei Männer weigerten sich einfach aufzugeben.

Yeboah und caicedo werden zum notanker

Jerome Yeboah preschte links durch, schlug zwei Gegenspieler aus und feuerte aus 16 Metern knapp drüber. Sekunden später donnerte Caicedo den Ball aus spitzem Winkel ans Außennetz. Zwischen ihnen entstand jene Chemie, die der Rest des Teams vermissen ließ: kurze Doppelpass, schnelles Umschaltspiel, pure Entschlossenheit.

Galindez rettete indes mit Glanzparaden. Eine Handabwehr gegen den einschussbereiten Angreifer in der 41. Minute verhinderte den völligen Kollaps. Seine Statistik: fünf entscheidende Paraden, zwei Ballkontakte im eigenen Sechzehner, die beide Tore verhinderten. Ohne ihn hätte Ecuador schon zur Pause verloren.

Chong und die bacuna-brüder schreiben das andere skript

Chong und die bacuna-brüder schreiben das andere skript

Tahith Chong war der einzige Akteur, der dem Spiel Tempo gab. Seine dribbelstarken Läufe zogen die ecuadorianische Viererkette auseinander und eröffneten Räume für die späten Hereingaben. Er traf den Querbalken, bereitete die größte Chance vor – und war trotzdem nicht der Mann des Abends.

Das Duo Leandro und Juninho Bacuna lieferte eine Lehrstunde in Ballsicherheit und Übersicht. 92 % Passquote, sieben Balleroberungen im Mittelfeld, dazu ein gemeinsam herausgespielter Treffer. Wer die Brüder spielen sieht, versteht, warum ihr Vater immer sagte: „Wir spielen nicht nur Fußball, wir denken ihn.“

Das Ergebnis quittiert das Spiel mit nüchternen Zahlen: 1:2. Doch wer die 90 Minuten gesehen hat, weiß, dass ein Team kämpfte und das andere verstand. Wenn Ecuador nicht lernt, aus zwei Einzelkämpfern eine Mannschaft zu machen, bleibt die WM-Quali eine Illusion.