Chiara Pellacani triumphiert bei Europas Meisterschaften im Trampolinturnen
Paris – Chiara Pellacani aus Italien hat bei den Europas Meisterschaften in Paris Geschichte geschrieben und ihr selbst gestecktes Ziel eines „Repókers“ aus Goldmedaillen erreicht. Gemeinsam mit Elisa Pizzini sicherte sie sich den Titel im Synchronspringen der Kategorie 3 Meter Trampolin.
Pellacani baut Legende weiter aus
Bereits 2022 in Rom hatte sich Pellacani als erste und bisher einzige Springerin mit fünf Medaillen (2 Gold, 1 Silber, 2 Bronze) bei einer einzigen Europas Meisterschaft einen Namen gemacht. In Paris baute sie ihre Legende weiter aus und gewann ihren fünften Titel. Mit insgesamt 24 Medaillen, darunter 13 Goldmedaillen, ist sie die unbestrittene Königin des europäischen Trampolinturms.
Pellacani, 23 Jahre alt, zeigte in der Finalrunde der 3-Meter-Synchronspringer eine herausragende Leistung und war in allen fünf Sprüngen makellos. Ihre Ruhe und Sicherheit wirkten sich positiv auf ihre Partnerin Elisa Pizzini, 21, aus, die ihr eine ideale Ergänzung bildete.

Dramatischer Verlauf der Finalrunde
Zunächst hatten Lena Hentschel und Jette Muller aus Deutschland, die Silbermedaillengewinnerinnen der letzten Europas Meisterschaften, die Nase vorn und lagen nach den ersten beiden Runden mit einem Vorsprung von 2,40 Punkten vor dem italienischen Duo. Der Wendepunkt kam, als die Limitierung der Schwierigkeit aufgehoben wurde und jede Paarung ihr volles Können zeigen konnte.
Pellacani und Pizzini nutzten diese Gelegenheit, um die Finalrunde bereits nach ihren nächsten beiden Sprüngen praktisch zu entscheiden. Nach dem dritten Sprung führten die Italienerinnen die Rangliste an, und nach dem vierten und vorletzten Sprung hatten sie bereits mehr als 24 Punkte Vorsprung auf ihre ärgsten Verfolger.

Beeindruckender Dreifachsalto
Ein sensacionaler Dreifachsalto mit einer Vorwärtsrotation, der 73,47 Punkte einbrachte – fast 25 Punkte mehr als die Deutschen mit demselben Sprung – unterstrich die Überlegenheit der Italienerinnen. Die letzte Runde war somit nur noch Formsache. Mit einer Punktzahl von 308,07 krönten sich Chiara Pellacani und Elisa Pizzini zu neuen Europas Meisterinnen.
Die ukrainischen Springerinnen Kseniia Bochek und Diana Karnafel belegten mit 278,40 Punkten den zweiten Platz, während Lena Hentschel und Jette Muller aus Deutschland mit 274,59 Punkten Bronze gewannen. Yasmin Harper und Scarlett Mew Jensen, ehemalige Weltcup-Zweitplatzierte und Bronzemedaillengewinnerinnen bei den Olympischen Spielen, schieden hingegen nach zwei Nulldisziplinen aus dem Wettbewerb aus.
