Olympia-hoffnung hase/volodin: der weg zum eiskunstlauf-gold
- Olympia-hoffnung hase/volodin: der weg zum eiskunstlauf-gold
- Der lange weg zur spitze
- Die kür: anspruchsvoll und riskant
- Medallenchancen: realistisch optimistisch
- Der zeitplan: wann laufen hase/volodin?
- Minerva hases olympia-geschichte
- Die choreografie: ein film auf dem eis
- Die musik: tango und melancholie
- Bisherige erfolge: eine beeindruckende bilanz
- Die konkurrenz: ein starkes feld
Olympia-hoffnung hase/volodin: der weg zum eiskunstlauf-gold
Am Sonntag beginnt für das Berliner Eiskunstlaufpaar Minerva Hase und Nikita Volodin bei den Olympischen Spielen die Jagd nach einer Medaille. Die Erwartungen sind hoch, die Konkurrenz stark. Wir blicken auf ihren Weg, ihre Stärken und ihre Chancen.
Der lange weg zur spitze
Minerva Hase und Nikita Volodin bilden erst seit knapp drei Jahren ein Paar auf dem Eis. Ihr Debüt gaben sie im September 2023 bei der Lombardia Trophy. Was als ungewöhnliche Konstellation begann, hat sich schnell zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Trotz anfänglicher sprachlicher Barrieren fanden die beiden schnell zusammen. „Wir konnten uns zwar sprachlich nicht verständigen, aber nach fünf Tagen war eigentlich klar, dass das passt“, erzählte Hase in einem Interview.

Die kür: anspruchsvoll und riskant
Die Kür des deutschen Paares gilt als besonders anspruchsvoll und riskant, birgt aber auch großes Potenzial für hohe Punktzahlen. Das Duo setzt auf Elemente mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad (Level vier), darunter den Wurf-Dreifach-Rittberger und den Wurf-Dreifach-Salchow. Diese Elemente können entscheidend sein, bergen aber auch die Gefahr von Stürzen. Die Balance zwischen Risiko und Sicherheit wird entscheidend sein.

Medallenchancen: realistisch optimistisch
Obwohl es verfrüht wäre, Hase und Volodin als klare Favoriten zu bezeichnen, gehören sie zweifellos zu den Paaren, die um Gold mitfahren können. Die Ausgangslage ist eng: „Die sechs besten Paare sind zurzeit alle nur ein paar Pünktchen auseinander. Es kommt also drauf an: Wer behält die Nerven?“, so Minerva Hase selbst. Die Form stimmt, die Vorbereitung ist abgeschlossen, und das Zusammenspiel der beiden Läufer ist beeindruckend.
Der zeitplan: wann laufen hase/volodin?
Das Kurzprogramm findet am 15. Februar ab 19:45 Uhr statt. Hase und Volodin laufen als letztes Paar um 22:47:45 Uhr. Die Entscheidung fällt dann am 16. Februar in der Kür, die um 20:00 Uhr beginnt. Die Reihenfolge in der Kür richtet sich nach den Ergebnissen des Kurzprogramms.

Minerva hases olympia-geschichte
Für Minerva Hase ist Olympia kein Neuland, aber bisher war es keine Erfolgsgeschichte. 2018 verpasste sie die Qualifikation, und 2022 in Peking wurde das Turnier durch einen positiven Corona-Test ihres damaligen Partners Nolan Seegert überschattet. „Es war schlimmste Erlebnis meiner Karriere“, so Hase. Sie will diese Erfahrung hinter sich lassen und in Peking einen Neuanfang wagen.

Die choreografie: ein film auf dem eis
Die Choreografie stammt vom renommierten französischen Experten Benoit Richaud, der bereits an 26 olympischen Programmen mitgewirkt hat. Er beschreibt seine Arbeit als das Erzählen eines Films auf dem Eis. Richaud lobt die „rohe und natürliche“ Art von Hase und Volodin und ihre besondere Verbindung, die die Grundlage seiner Choreografie bildet.
Die musik: tango und melancholie
Im Kurzprogramm erklingt der Tango „El Abrazo“ von Maxime Rodriguez & Frederic Ruiz, der übersetzt „eine Umarmung“ bedeutet. Für die Kür wählten die beiden Läufer eine Collage von Stücken des britischen Komponisten Max Richter, darunter „Europe, After the Rain“, „November“ und „Last Days“ von seinem Album „Memoryhouse“. Die Musik spiegelt die moderne und melancholische Anmutung ihres Programms wider.
Bisherige erfolge: eine beeindruckende bilanz
In ihrer kurzen gemeinsamen Karriere haben Hase und Volodin bereits beachtliche Erfolge gefeiert. Sie wurden dreimal Deutscher Meister (2024, 2025, 2026). Bei den Europameisterschaften erreichten sie 2025 Bronze und 2026 Silber. Außerdem gewannen sie mehrere Grand-Prix-Siege und Medaillen bei Weltmeisterschaften: Bronze 2024 und Silber 2025.
Die konkurrenz: ein starkes feld
Die Konkurrenz ist groß. Zu den Favoriten zählen die japanischen Weltmeister Riku Miura/Ryuichi Kihara, das georgische Duo Anastasiia Metelkina/Luka Berulava, das italienische Paar Sara Conti/Niccolò Macii, das kanadische Paar Deanna Stellato-Dudek/Maxime Deschamps und die chinesischen Olympiasieger von 2022, Sui Wenjing/Han Cong. Doch Minerva Hase und Nikita Volodin sind bestens gerüstet, um sich in diesem starken Feld zu behaupten.
Quelle: rbb24