Maria kollabiert nach blitzstart: stephens dreht match und schickt letzte raus

Tatjana Maria schafft es wieder nicht. Die 38-Jährige verliert in Linz trotz 6:1-Führung gegen Sloane Stephens mit 6:1, 6:7 (5), 4:6 – und damit auch das letzte deutsche Ticket im Hauptfeld. Neun Niederlagen aus den letzten zehn Matches lautet die Bilanz, die selbst Optimisten verstummen lässt.

Der satzball, der alles veränderte

Der satzball, der alles veränderte

Maria startet wie entfesselt, versenkt Return-Winner, variiert die Geschwindigkeit, lässt Stephens im ersten Satz alt aussehen. Doch im Tiebreak des zweiten Durchgangs verballert sie bei 5:4 eine Rückhand ins Netz – und damit die Chance, schon nach 70 Minuten zu duschen. Stephens nutzt ihren vierten Satzball, stiehlt Satz zwei und legt im dritten Satz sofort einen Doppelsprint hin: 2:0, 4:1. Maria schlägt zurück, doch der Punch fehlt. Nach 2:44 Stunden verwandelt Stephens den fünften Matchball. Linz feiert die US-Amerikanerin, Maria stapft mit hängenden Schultern in die Kabine.

Die Zahlen sind gnadenlos: Seit Wimbledon 2023 hat die frühere Halbfinalistin nur noch zwei Main-Draw-Matches auf der WTA-Tour gewonnen. Ihre Weltrangliste (Nr. 280) rutscht tiefer, ihre Wildcards werden knapper. Fragt sich, wie viele Chancen ihr das System noch einräumt.

Übrig bleibt Tamara Korpatsch. Die Hamburgerin quälte sich durch die Quali und trifft am Dienstag auf die an Nummer sechs gesetzte Rumänin Jaqueline Cristian. Deutschland hat in Oberösterreich nur noch eine Stimme – und die muss gleich laut sein.

Marias nächster Versuch? Ein 60k-Challenger in Paris Anfang Mai. Dort gibt es keine Wildcards, nur harte Draws. Wer nicht trifft, fliegt raus. Die Uhr tickt.