Hase/volodin: comeback mit gold-ziel – experte weiss analysiert
- Die entscheidung reifte lange: warum der olympia-zweite so lange zögerte
- Ein aufstieg wie im flug: die beeindruckende bilanz von hase/volodin
- Wo gibt es noch luft nach oben? die schwachpunkte des paares
- Die konkurrenz schläft nicht: wer wird hase/volodin herausfordern?
- Ein blick nach vorn: das ziel ist klar – olympia-gold 2030
Berlin – Ein Hoffnungsfunke für deutsche Eiskunstlauf-Fans: Minerva Hase und Nikita Volodin haben ihre gemeinsame Karriere fortgesetzt. Nach einer Phase der Ungewissheit steht fest, dass das Paar bis zu den Olympischen Spielen 2030 an den Start gehen wird. ARD-Experte Daniel Weiss im exklusiven Gespräch mit rbb|24: Was sind die Stärken, die Schwächen und wer wird zur größten Konkurrenz?
Die entscheidung reifte lange: warum der olympia-zweite so lange zögerte
Die Ankündigung kam überraschend, obwohl sie viele Fans erfreute. Die Entscheidung für einen weiteren gemeinsamen Start war alles andere als selbstverständlich. "Die beiden mussten viele Faktoren abwägen," erklärt Weiss. "Was passiert mit dem Olympiastützpunkt in Berlin? Bleibt Trainer Knut Schubert? Wie geht es Nikita, der seine Heimat verlassen hat?" Diese Fragen lasteten schwer auf dem Paar, doch nun ist die Entscheidung gefallen – eine Entscheidung für vier weitere Jahre im anspruchsvollen Eiskunstlauf-Sport.

Ein aufstieg wie im flug: die beeindruckende bilanz von hase/volodin
Der Aufstieg von Hase und Volodin ist geradezu sensationell. Nach nur drei Jahren gemeinsamer Laufbahn gewannen sie bereits das Grand-Prix-Finale. 15 von 16 Wettkämpfen konnten sie mit Gold beenden – eine Bilanz, die in der Weltspitze ihresgleichen sucht. "Ich habe in 30 Jahren Eiskunstlauf-Berichterstattung keinen derartigen Aufstieg erlebt," so Weiss beeindruckt.

Wo gibt es noch luft nach oben? die schwachpunkte des paares
Trotz der beeindruckenden Erfolge gibt es Bereiche, in denen Hase und Volodin noch an sich arbeiten müssen. "Gerade unter Druck fehlte ihnen die Geschwindigkeit, die sogenannten Skating Skills," so Weiss. Auch die Paar-Harmonie, obwohl bereits exzellent, kann noch verfeinert werden. Und Minerva muss ihre Nervosität besser in den Griff bekommen. Diese Details werden entscheidend sein, um an der Spitze zu bleiben.

Die konkurrenz schläft nicht: wer wird hase/volodin herausfordern?
Die italienischen Meister haben ihre Karriere beendet, aber die georgischen Eiskunstläufer werden zu den größten Herausforderern in den kommenden Jahren. "Das ist ein junges, sehr gutes Paar mit viel Angriffslust," betont Weiss. Zudem muss man die Entwicklung der russischen Eiskunstläufer im Auge behalten, sobald sie wieder an internationalen Wettkämpfen teilnehmen dürfen. Doch Hase und Volodin verfügen über das Können und die Klasse, sich auch dieser Konkurrenz zu stellen.
Ein blick nach vorn: das ziel ist klar – olympia-gold 2030
Die nächsten vier Jahre sind ambitioniert, aber machbar. Nach dem Rückzug der japanischen Olympiasieger ist der Weg für Hase und Volodin geebnet. Mit harter Arbeit, Disziplin und einer klaren Zielsetzung können sie ihren Traum vom Olympia-Gold in Paris 2030 verwirklichen. "Aljona Savchenko war 34, als sie zusammen mit Bruno Massot Olympiasiegerin wurde. Das zeigt, dass auch mit 30 Jahren noch ganz große Erfolge möglich sind," schließt Weiss optimistisch.
