Vfl wolfsburg im abstiegskampf: schwegler gibt kämpferische antwort

Dramatische lage bei den wölfen

Die Situation beim VfL Wolfsburg spitzt sich zu. Nach der bitteren 1:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund ist der Verein auf den 15. Tabellenplatz der Bundesliga abgerutscht. Der Druck wächst, doch Sportdirektor Pirmin Schwegler zeigt sich im SPORT1 Doppelpass kämpferisch und versichert, dass man alles geben wird, um die Klasse zu halten.

Schwegler sieht die letzten spiele als endspiele

Schwegler sieht die letzten spiele als endspiele

„Wir sind natürlich enttäuscht nach gestern. Wir haben die letzten drei Halbzeiten sehr positiv gestaltet, sind aber auch nicht blauäugig. Die Konstanz fehlt“, erklärte Schwegler. „Die letzten Halbzeiten machen uns aber Mut und geben den Weg vor.“ Er bezeichnete die kommenden 13 Spiele als „Endspiele“ und forderte eine maximale Anstrengung von der Mannschaft. Die Wölfe befinden sich im direkten Abstiegskampf und können sich keine weiteren Fehler erlauben.

Vertrauen in trainer daniel baier

Trotz der negativen Entwicklung hält der Verein an Trainer Daniel Baier fest. Schwegler betonte: „Daniel ist sehr klar. Die letzten Kniffe und Akzente zeigen, dass er die Mannschaft erreicht. Es ist eine totale Überzeugung da, dass wir es gemeinsam schaffen.“ Baier übernahm Anfang November von Paul Simonis und soll das Team noch retten.

Mohamed amoura: ausgeräumte situation

Auch zum Fall von Mohamed Amoura, der beim Spiel in Köln aus „disziplinarischen Gründen“ nicht im Kader stand, äußerte sich Schwegler. „Es ist zu 100 Prozent ausgeräumt. Wir sehen seine Reaktion nach dem Spiel und haben ihn alle in den Arm genommen. Wir wissen, was wir an ihm haben und er wird ein entscheidender Faktor sein.“ Die Situation scheint geklärt, und Amoura soll weiterhin eine wichtige Rolle spielen.

Mentale stärke und laufleistung als schlüssel

Schwegler ist zuversichtlich, dass die Mannschaft die Herausforderung annimmt. Er habe das Gefühl, dass „verstanden worden ist, um was es geht“. Die Sprint- und Laufwerte der Wölfe sind dabei ein positives Zeichen: „Wir sind Top 5 bei den Sprint-Werten – das ist ein Indiz, dass die Mannschaft investiert. Das müssen wir in den nächsten Spielen immer wieder abrufen.“

Effenbergs einschätzung: harter kampf erwartet

Stefan Effenberg, ehemaliger Profi bei den Wölfen und SPORT1-Experte, sieht die Situation kritisch, aber nicht hoffnungslos. „Ich glaube schon, dass sie die Klasse halten können, vielleicht über die Relegation. Aber es wird hart.“ Er betonte, dass es wichtig sei, auf den Kleinigkeiten aufzubauen und die Mannschaft psychologisch zu unterstützen. Alfred Draxler hatte zuvor geäußert, dass einem möglichen Abstieg Wolfsburgs kaum jemand nachtrauern würde.

Kampfgeist und leidenschaft als weg zum erfolg

Schwegler bekräftigte den Kampfgeist des Teams: „Ich weiß, dass nicht jeder Wolfsburg in der Bundesliga sehen möchte, aber wir werden kämpfen mit harter Arbeit, Leidenschaft und Fußball. Dann werden wir auch nächstes Jahr da sein, auch wenn es nicht jeder gerne sieht.“ Die kommenden Spiele gegen Leipzig, gegen Augsburg und in Stuttgart werden entscheidend sein.