Neuer trainer, alte probleme? thioune vor schwieriger aufgabe in freiburg
Neuer trainer, alte probleme? thioune vor schwieriger aufgabe in freiburg
Daniel Thioune hat nur spärliche Zeit, um das Team des SV Werder Bremen kennenzulernen, bevor es zum Auswärtsspiel beim SC Freiburg geht. Doch für den neuen Trainer haben zunächst andere Prioritäten höchste Gültigkeit. Thioune will den Negativtrend beenden und Werder wieder erfolgreich machen.
Schneller einstieg in eine schwierige situation
Für Daniel Thioune ist ein lang gehegter Traum in Erfüllung gegangen: Er steht an der Seitenlinie eines Bundesliga-Teams. Allerdings ist der Zeitplan alles andere als ideal. Zwischen seiner offiziellen Vorstellung am Mittwoch und dem ersten Spiel am Samstag liegen nur 72 Stunden. Das bedeutet: wenig Zeit für intensive Trainings und taktische Anpassungen.

Erster fokus: ein erfolgserlebnis
"Im Vordergrund steht, dass wir ein gutes Ergebnis erzielen und ein wenig Last abwerfen", so Thioune. Nach zehn Spielen ohne Sieg und dem Absturz auf Platz 15 braucht Werder dringend einen Dreier. Der neue Trainer betont, dass er in den Spielen unter seinem Vorgänger Horst Steffen bereits ordentliche Leistungen gesehen hat, die nun endlich in Punkten resultieren müssen.

Die mannschaft wiederbeleben
Thioune möchte der Mannschaft helfen, die verlorene Leichtigkeit wiederzufinden. Diese soll in der kurzen Zeit bis zum Spiel inhaltlich gefestigt werden. Bislang gab es zwar noch keine Einzelgespräche mit allen Spielern, aber intensive Gespräche mit drei wichtigen Akteuren im Team. In den kommenden Tagen sollen weitere Gespräche folgen, um auch den Neuzugängen ein Gefühl für seine Arbeitsweise zu vermitteln.

Prioritäten setzen: gegnerorientierung
"Es steht noch sehr viel an, aber es ist wichtig zu sortieren: 'first things first'", erklärt Thioune. Das bedeutet, dass die unmittelbare Vorbereitung auf das Spiel in Freiburg im Vordergrund steht, nicht die individuellen Wünsche der Spieler. "Ich werde nicht alle glücklich machen können, das steht außer Frage, ich kann nicht alle spielen lassen.". Angesichts der starken Freiburger Form, die acht Heimspiele in Folge ungeschlagen blieben, sei es schwierig, sich voll auf sich selbst zu konzentrieren. Daher sei ein gegnerorientierter Ansatz notwendig.

Kampfgeist und umschaltspiel
Konkret will Thioune das ineffektive Umschaltspiel verbessern und die Umschaltbewegungen des Gegners unterbinden. Das sei zunächst eine Frage der Einstellung, nicht der taktischen Ausrichtung. "Wenn ein Ballverlust da ist, dann geht es gar nicht darum, zu gucken, wer dran schuld ist, sondern dann geht es erst mal darum, sich da vielleicht darum zu streiten, wer den Ball wieder zurückerobert", fordert er. Er möchte in Freiburg eine Mannschaft sehen, die sich voll und ganz zerreißt und für jeden Zentimeter kämpft.

Ziele für das spiel in freiburg
Thioune erwartet von seiner Mannschaft einen hohen Einsatz und die Bereitschaft, für den Erfolg zu kämpfen. Er ist überzeugt, dass Einsatz und Beharrlichkeit sich auszahlen und im besten Fall auch im Ergebnis sichtbar werden. Die Analyse der letzten Spiele hat gezeigt, dass Werder im Umschaltspiel Defizite hat, die behoben werden müssen. Ziel ist es, die Mannschaft wieder stärker und effektiver zu machen, sowohl in der Defensive als auch in der Offensive.

Podcast-empfehlung
Im kicker-Podcast wird analysiert, was unter Daniel Thioune für den SV Werder Bremen möglich ist und ob der Kader ausreichend ist, um den Klassenerhalt zu schaffen. Zudem gibt es ein Interview mit Fabian Hambüchen.
