Mustapha bundu in hannover: zwischen hoffnung und ernüchterung

Ein vielversprechender transfer – zunächst

Mustapha Bundu kam im Sommer vom englischen Zweitligisten Plymouth Argyle zu Hannover 96 und wurde mit großen Erwartungen empfangen. Der Nationalspieler aus Sierra Leone unterschrieb einen Dreijahresvertrag bei den Niedersachsen. Damals schwärmte Marcus Mann, der damalige 96-Geschäftsführer, von Bundus Physis, Tempo und Durchsetzungsvermögen, das seine fast 1,90 Meter Körpergröße unterstützt.

Der erlösende treffer und die anfängliche euphorie

Der erlösende treffer und die anfängliche euphorie

Nach einer längeren Phase ohne Treffer erzielte Bundu am 28. November sein erstes Saisontor beim 3:0-Sieg gegen den Karlsruher SC. Er selbst äußerte sich danach erleichtert und betonte die Bedeutung von Geduld, nicht nur im Fußball. Dieser Treffer schien einen Durchbruch für ihn bei seinem neuen Verein zu bedeuten.

Konstanz fehlt – und dann die verletzung

Konstanz fehlt – und dann die verletzung

Leider konnte Bundu seine vielversprechenden Ansätze aus der Vorbereitung nicht konstant in den Pflichtspielen umsetzen. Das Tor gegen den KSC brachte keinen nachhaltigen Leistungsschub, und der Spieler fiel wieder in ein Leistungsloch zurück. Hinzu kam eine Knieverletzung, die ihn mehrere Wochen außer Gefecht setzte und ihn auch das Trainingslager in der Türkei verpassen ließ.

Ein verpatzter neustart gegen düsseldorf

Ein verpatzter neustart gegen düsseldorf

Überraschenderweise kehrte Bundu ohne vorherige Spielpraxis in die Startelf gegen Fortuna Düsseldorf zurück. Dieses Spiel endete jedoch in einem Fiasko für ihn, da ihm kaum etwas gelang und er zur Halbzeit ausgewechselt werden musste. Trainer Christian Titz räumte später ein, dass er mit dieser Entscheidung möglicherweise zu früh gewesen sei.

Keine perspektive mehr unter titz?

Keine perspektive mehr unter titz?

Seit dem Düsseldorf-Spiel findet Bundu keine Berücksichtigung mehr im Kader. Er wurde in den letzten Spielen gegen Magdeburg, Kiel und Berlin nicht nominiert. Titz erklärte, er müsse schwierige Entscheidungen treffen und könne nur 20 Spieler nominieren. Die Verpflichtung von Elias Saad und Noah Weißhaupt im Winter verstärkt zudem den Konkurrenzkampf auf den offensiven Außenpositionen.

Trotzdem qualität vorhanden, betont titz

Obwohl Bundu derzeit keine Rolle spielt, betont Titz weiterhin seine Qualität. Dennoch bleibt der 28-Jährige vorerst Zuschauer. Auch im kommenden Heimspiel gegen Dynamo Dresden am Sonntag (13:30 Uhr) wird er voraussichtlich nicht zum Einsatz kommen. Bundu braucht weiterhin Geduld – mehr denn je in Hannover.