MotoGP: Marquez vor Silverstone unter Druck – Di Giannantonio will um Podium kämpfen
Marc Marquez hat vor dem Großen Preis von Großbritannien in Silverstone die Favoritenrolle zurückgewiesen. Der 33-jährige Spanier der Ducati liegt in der MotoGP-Weltmeisterschaft nur noch 18 Punkte hinter dem Führenden Jorge Martin und kann an diesem Wochenende die Tabellenspitze erreichen.
"Alle sagen, ich sei der Favorit, weil niemand diesen Druck haben will", erklärte der neunfache Weltmeister. "Man hat mir eine zweite Chance gegeben. Wer mit über 100 Punkten Vorsprung führte, hätte die Situation nur besser managen müssen." Nach dem Rennen in Mugello schien Marquez bereits aus dem Titelkampf ausgeschieden, doch in nur vier Grands Prix holte er massiv auf.
Marquez bleibt vorsichtig
Trotz der positiven Entwicklung hält sich Marquez zurück. "Einen weiteren Titel zu gewinnen würde mein Leben nicht verändern. Für drei andere Fahrer schon", sagte er mit Blick auf rivale ohne MotoGP-Titel. Er würde sich einen direkten Zweikampf vorziehen: "Vier Fahrer kann man nicht kontrollieren. Jedes Wochenende kann etwas anderes passieren."
Auf Silverstone blickt er skeptisch. Die britische Strecke war ihm nie besonders hold, zudem beeinträchtigt ihn weiterhin seine Schulterverletzung aus der Saisonhälfte. "Die Pause hat mir gezeigt, dass dies eine andere Schulter ist. Ich bin noch nicht in der Verfassung, überall anzugreifen. Hier werde ich zunächst defensiv fahren."

Di Giannantonio: "Endlich wieder topfit"
Fabio Di Giannantonio gehört zu den Außenseitern mit Ambitionen. Der VR46-Pilot liegt als Fünfter nur 24 Punkte zurück und hat die Sommerpause genutzt, um körperliche Probleme auszukurieren. "Ich fühle mich endlich wieder topfit. Ich brauchte diesen Stop, um einige Wehwehchen zu lösen", sagte der Italiener. Sein Ziel bleibt unverändert: "Ich will um Podium und Sieg kämpfen."
