Mexiko schaltet hoch: kampagne gegen hass in stadien vor wm-start

Nur noch 20 Tage trennen uns vom Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft, die in Mexiko, den USA und Kanada steigt. Doch bevor die Partien beginnen, muss ein Problem aus der Welt geschafft werden: Homophobe Beleidigungen in den Stadien. Der mexikanische Fußballverband startet eine eindringliche Kampagne, um das Verhalten der Fans zu ändern.

„La ola ja, homophobe rufe nein“ – ein appell an die fans

„La ola ja, homophobe rufe nein“ – ein appell an die fans

Die Kampagne, deren Slogan „La Ola ja, homophobe Rufe nein“ lautet, soll die Fans dazu bewegen, die mexikanische Nationalmannschaft mit der traditionellen Welle zu unterstützen – und nicht mit diskriminierenden Äußerungen. Der Verband kündigte an, die Kampagne ab sofort online zu schalten und ab Freitag bei den letzten Testspielen der Nationalmannschaft als Banner in den Stadien präsentieren. Es geht darum, ein Zeichen zu setzen und die Botschaft zu vermitteln, dass Diskriminierung keinen Platz im mexikanischen Fußball hat.

Ein langes, schmutziges Kapitel: Die Problematik homophober Beleidigungen ist im mexikanischen Fußball leider keine neue. Seit 2004 plagen sie den Sport, insbesondere die wiederholte Diskriminierung gegnerischer Torhüter. Die Fans sorgten bereits 2014 in Brasilien und 2018 in Russland für negative Schlagzeilen. Letzteres resultierte in einer Geldstrafe von 10.000 Euro für den Verband, nachdem die FIFA das Verhalten der Anhänger im Gruppenspiel gegen Deutschland verurteilt hatte.

Die Unterstützung für die Kampagne kommt von hochkarätigen Seiten. Nationaltrainer Javier Aguirre und das nationale Idol Hugo Sánchez stehen hinter der Initiative und hoffen, dass sie einen positiven Einfluss auf die Fans hat. Es ist ein Versuch, das Image des mexikanischen Fußballs zu verbessern und ein Zeichen gegen Diskriminierung zu setzen. Die Welt wird genau hinschauen, ob die Kampagne Wirkung zeigt und die Stadien während der WM zu Orten des fairen Spiels und des Respekts werden.

Die FIFA hat klare Richtlinien gegen Diskriminierung und droht mit harten Strafen für Verbands und Fans, die sich nicht daran halten. Mexiko steht unter Druck, die WM zu einem inklusiven und respektvollen Ereignis zu machen. Ob die Kampagne ausreicht, um das Verhalten der Fans nachhaltig zu ändern, bleibt abzuwarten. Aber der erste Schritt ist getan – und er ist ein deutlicher.