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Marcus Ehning führt Deutschland zum WM-Titel nach 16 Jahren

Aachen – 20 Jahre nach einem traumatischen WM-Erlebnis führte Marcus Ehning die deutsche Dressur-Equipe in Aachen zum ersten Weltmeistertitel seit 2010. Gemeinsam mit Bundestrainer Otto Becker feierte Ehning den Sieg, wobei das Duo bereits 2000 Olympiagold gewann und 2010 an der letzten WM beteiligt war.

Emotionaler Dank an Otto Becker

Nach dem dominanten Erfolg bedankte sich Ehning emotional: „Wenn Otto nicht gewesen wäre, würde ich jetzt nicht hier stehen.“ Er betonte, dass viele ihn schon abgeschrieben hätten, zeigte aber mit diesem Titel, dass er noch immer zu Höchstleistungen fähig ist.

Überwindung eines alten Traumas

Überwindung eines alten Traumas

Ehning überwand dabei auch endgültig ein 20 Jahre altes Trauma. Bei der WM 2006 in Aachen hatte er mit seiner Stute Küchengirl an einem Sprung die deutschen Goldchancen verspielt. Damals war er deutlich nervöser, wie er nach seiner Nullrunde im Mannschaftsfinale gestand. Der Frust über die Rolle als tragischer Held war größer als die Freude über die Bronze-Medaille.

Blick in die Zukunft: Einzelfinale am Sonntag

Blick in die Zukunft: Einzelfinale am Sonntag

Der 52-Jährige ist das einzige verbliebene Mitglied der damaligen Equipe von 2010. Am Sonntag (ab 14.20 Uhr) geht es für Ehning und das Team weiter, im Einzelfinale stehen die Chancen gut, dass Deutschland weitere Medaillen gewinnen kann. Daniel Deußer führt derzeit, Sophie Hinners liegt auf dem fünften Platz. Richard Vogel hat trotz eines Fehlers noch Außenseiterchancen auf eine Podiumsplatzierung.