Linus straßer enttäuscht bei olympia – und kritisiert die spiele
Straßers frust in bormio: kritik an olympia
Linus Straßer, der WM-Dritte im Slalom, verpasste in Bormio deutlich die Medaillen und äußerte anschließend scharfe Kritik an der aktuellen Ausrichtung der Olympischen Spiele. Der 33-jährige Münchner zeigte sich frustriert über das mangelnde Ambiente und die fehlende Interaktion mit dem Publikum. Nach Platz neun beim Olympiasieg des Schweizers Loic Meillard, ließ er seine Enttäuschung nicht verbergen.

Olympia-kritik: „absolut steril“
„Meine komplette Familie ist da, mit Freunden und so weiter. Aber du hast überhaupt keine Interaktion mit irgendwelchen Zuschauern“, klagte Straßer im ZDF. „Wenn das der Genuss von Olympia sein soll, bin ich froh, dass das mein letztes Mal war.“ Er bemängelte die fehlenden Emotionen und die geringe Nähe zu den Fans. „Es ist absolut steril. Ganz ehrlich, ich kann darauf verzichten“, so der Ski-„Löwe“.

Enttäuschendes rennen für straßer
Straßer hatte im ersten Lauf bereits Schwierigkeiten mit dem Hang und belegte nur Platz zwölf. „Kurssetzung, Hang – das ist keine einfache Kombination“, analysierte er. Im zweiten Durchgang konnte er seine Leistung nicht verbessern und verpasste die Medaillen um 1,04 Sekunden. Trotzdem betonte er, er habe versucht, nicht zu „haten“, sei aber zu aufgebracht gewesen, um sich zurückzuhalten.
Viele ausfälle im ersten lauf
Das Rennen war von zahlreichen Ausfällen geprägt. Von 95 Startern schieden unglaubliche 51 (!) im ersten Lauf aus, darunter auch Fabian Gratz. Auch andere Topfahrer wie der brasilianische Riesenslalom-Olympiasieger Lucas Braathen, Paco Rassat (Frankreich) und Manuel Feller (Österreich) kamen nicht durch den Kurs.
Podiumsplätze gehen an meillard, gstrein und kristoffersen
Den Sieg sicherte sich Loic Meillard (Schweiz) vor Fabio Gstrein (Österreich, +0,35 Sekunden) und Henrik Kristoffersen (Norwegen, +1,13 Sekunden). Atle Lie McGrath (Norwegen), der kurz vor dem Rennen seinen Großvater verloren hatte, schied im Finale aus.
Deutsche hoffnung für den slalom der frauen
Die deutschen Skirennläufer warten weiterhin auf die erste Medaille seit dem Doppel-Olympiasieg von Markus Wasmeier im Jahr 1994. Im Vergleich dazu haben die deutschen Skirennläuferinnen seitdem 15-mal Edelmetall gewonnen, darunter siebenmal Gold. Am Mittwoch greifen Emma Aicher und Lena Dürr im Slalom erneut an, um das Podium anzugreifen.
