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Leichtathletik-EM: Röhler verpasst Finale knapp nach Aberkennung eines Wurfes

Rom – Thomas Röhler, der Olympiasieger von 2016, hat bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Rom knapp das Finale des Speerwerfens verpasst. Ein vermeintlich gültiger Wurf von 79,02 Metern wurde ihm nachträglich aberkannt, nachdem die Kampfrichter einen Millimeter-Fehler beim Anlauf festgestellt hatten.

Bittere Enttäuschung für Röhler nach langer Verletzungsgeschichte

Der gebürtige Jenaer hatte mit seinem dritten und letzten Versuch eine starke Weite erzielt, die ihm theoretisch die Qualifikation für das Finale ermöglicht hätte. Allerdings berührte er mit seinem linken Schuh die seitliche Begrenzungslinie, was zu einer Annullierung führte. Röhler selbst äußerte sich im ZDF verärgert über die Entscheidung.

„Der Hauptschiedsrichter kam am Ende zu mir und hat gesagt: Den Wurf müssen wir leider rausnehmen. Dann habe ich gefragt: ‚Warum?‘ Und dann hat sie mir ein Bild gezeigt, dass ich mit dem linken Schuh die linke Seitenlinie ein Stück angekratzt habe“, so Röhler.

Röhler blickt nach vorne trotz verpasstem Finale

Röhler blickt nach vorne trotz verpasstem Finale

Trotz der Enttäuschung zeigte sich Röhler versöhnlich und betonte, dass der starke Wurf ein Meilenstein auf dem Weg zu den Olympischen Sommerspielen 2028 in Los Angeles sei. Nach der Annullierung seines besten Wurfes stand er nach drei Versuchen bei 78,67 Metern, 21 Zentimeter weniger als für das Finale benötigt wurden.

Röhler hatte in den letzten sechs Jahren mit einer Rückenverletzung und einer Borreliose zu kämpfen, was seine Karriere stark beeinträchtigte. Der Erfolg seines Teamkollegen Julian Weber, der mit einem Wurf von 84,02 Metern souverän ins Finale einzog, tröstete ihn jedoch.