Kongos 'lumumba vea': statue-ähnliche unterstützung begeistert!

Guadalajara – Er ist ein Phänomen, ein Mysterium, ein Fels in der Brandung für die kongolesische Fußball-Nationalmannschaft: Michel Nkuka Mboladinga, bekannt als „Lumumba Vea“. Der 49-Jährige, der auf seine ganz eigene, fast schon skulpturale Weise die DR Kongo unterstützt, ist zurück und sorgt für Aufsehen bei der Weltmeisterschaft.

Ein fan, der schweigt und doch so viel sagt

Ein fan, der schweigt und doch so viel sagt

Nachdem „Lumumba Vea“ beim ersten Gruppenspiel gegen Portugal fehlte, ist er nun wieder dabei. Sébastien Desabre, der Trainer der Kongolesen, freut sich sichtlich über die Rückkehr seines ungewöhnlichen Fans. „Seine Unterstützung ist eine gute Sache und wirft ein positives Licht auf unser Land“, erklärte Desabre vor dem entscheidenden Spiel gegen Kolumbien. Was macht Mboladingas Support so besonders? Er steht regungslos auf der Tribüne, den Blick in die Ferne gerichtet, den rechten Arm erhoben – wie eine lebende Statue. Keine Gesänge, keine Jubelrufe, keine Bewegung. Nur Stille und eine unerschütterliche Präsenz.

Es ist die kongolesische Regierung unter Félix Tshisekedi, die dafür gesorgt hat, dass Mboladinga trotz des Ebola-Ausbruchs in der Heimat als Teil der offiziellen Delegation nach Nordamerika reisen konnte – ein Privileg, das den meisten Fans verwehrt blieb. Die Tatsache, dass er trotz allem hier ist, unterstreicht die Bedeutung, die ihm und seinem einzigartigen Support beigemessen wird.

Jeder repräsentiert den Kongo auf seine Weise, so Desabre weiter. „Wir schätzen es sehr, Fans zu haben, die diesen weiten Weg aus Kinshasa auf sich genommen haben.“ Der überraschende Punktgewinn gegen Portugal (1:1) zeigte, wie wichtig die Unterstützung der Fans ist. Ein Sieg gegen Kolumbien würde den Kongo einen großen Schritt näher an die K.o.-Runde bringen.

Die Reaktion der Fans vor Ort ist überwältigend. Viele sind fasziniert von der stillen Kraft, die von „Lumumba Vea“ ausgeht. Es ist ein Symbol für die Hoffnung und den Stolz eines ganzen Landes. Die Faszination liegt nicht nur in der ungewöhnlichen Art der Unterstützung, sondern auch in der Infragestellung des traditionellen Fan-Verhaltens. Er ist ein lebendes Kunstwerk, eine Hommage an die kongolesische Identität – stumm, aber eloquent.

Während andere Fans sich lautstark für ihre Mannschaft einsetzen, wählt Mboladinga den Weg der Kontemplation. Ein Weg, der genauso viel Leidenschaft und Hingabe erfordert. Die Welt schaut gespannt zu, ob „Lumumba Vea“ auch beim entscheidenden Spiel gegen Kolumbien seine Statue-ähnliche Unterstützung geben wird – und welche Wirkung dies auf die Mannschaft und das Land haben wird.