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Internationales Fan-Bündnis fordert Rücktritt von FIFA-Präsident Infantino

Ein internationales Bündnis aus Fußballfans hat inmitten des FIFA-Machtkampfs zum Sturz von Präsident Gianni Infantino aufgerufen. Football Supporters Europe (FSE) forderte am Donnerstag in einer Erklärung den sofortigen Rücktritt Infantinos als ersten Schritt zur Reform der FIFA-Führung und startete eine entsprechende Petition.

Kritik an Infantinos Vorgehen

Das Bündnis wirft Infantino vor, zu glauben, „dass er wichtiger sei als der Fußball“. Insbesondere seine Idee, Anteile an FIFA-Turnieren an private Investoren aus dem Umfeld von US-Präsident Donald Trump zu verkaufen, wird als „Verrat“ an den Werten des Fußballs kritisiert. Die Organisation argumentiert, dass ein Präsident, „der den Fußball wiederholt verrät und ihn zur Farce macht, das Recht verwirkt, ihn zu führen“.

Breite Unterstützung für die Petition

Breite Unterstützung für die Petition

Unterstützer der Petition sind bislang kontinentale Fanorganisationen aus Afrika und Nordamerika sowie zahlreiche nationale Bündnisse aus Europa. Dazu gehören aus Deutschland „Unsere Kurve“, „F_in Frauen im Fußball“ und „Queer Football Fanclubs“. Weitere Vorwürfe gegen Infantino umfassen eine „heimliche Beteiligung“ an der Super League, „Wucherpreise“ bei der WM in Nordamerika sowie die Etablierung einer „Kultur der Einschüchterung und persönlichen Macht“.

Notwendigkeit einer FIFA-Reform

Neben dem Sturz Infantinos wird eine umfassende Reform der FIFA als dringend notwendig erachtet. Es wird betont, dass die Entfernung einer einzelnen Person allein nicht ausreicht, sondern eine Zusammenarbeit von Akteuren im Fußball und öffentlichen Behörden erforderlich ist, um Governance-Standards zu etablieren, die den Fußball für zukünftige Generationen schützen.

Zukunft von Infantino und die FIFA

Infantino plant, im März 2027 für eine vierte Amtszeit zu kandidieren. Die UEFA hat ihm jedoch ihre Unterstützung verweigert und droht mit einem Boykott von FIFA-Turnieren. Auch Kontinentalverbände aus Asien und Nord- und Mittelamerika haben ihre Kritik verstärkt. Einzelne nationale Verbände aus Asien haben Infantino hingegen ihre Unterstützung zugesagt. Ein möglicher Gegenkandidat für die Wahl beim Kongress hat sich bisher noch nicht gemeldet.