Fähndrichs letzter sprint: kristallkugel greifbar nah
20 Punkte. Mehr nicht. So viel fehlt Nadine Fähndrich vor dem Finale von Lake Placid, um Maja Dahlqvist in der Sprint-Gesamtwertung zu überholen. Nach Platz zwei in Drammen steht die Luzernerin vor der ersten kleinen Kristallkugel ihrer Karriere – und das in ihrer letzten Saison.
Dahinter lauern drei schwedinnen
Dahlqvist führt mit 374 Punkten, Hagström folgt mit 362, Fähndrich hat 354. Dahinter: Jonna Sundling, die in Drammen bereits ihren vierten Saisonsieg feierte. Theoretisch kann auch sie noch gewinnen. Praktisch bräuchte sie ein starkes Rennen und gleichzeitig einen Ausrutscher der Konkurrentinnen. Die Mathematik ist klar: Wer in Lake Placid vordere Plätze holt, trägt am 21. März die Kugel nach Hause.
Die Schwedinnen dominieren, doch Fähndrich ist die einzige, die das Trio ernsthaft unter Druck setzt. Fünf Podestplätze in dieser Saison sprechen für sich. Ihre Konstanz ist keine Frage des Zufalls, sondern Resultat eines klaren Plans: «Ich will diese Kugel», sagte sie nach Drammen – und klang dabei nicht wie jemand, der sich mit Platz drei zufrieden gibt.

Schweizer team hinter fähndrich abgeschlagen
Während Fähndrich um Edelmetall kämpft, bleibt der Rest des Schweizer Teams hinter den eigenen Ansprüchen. Anja Weber wurde 14., Lea Fischer 42., Fabienne Alder 52., Alina Meier 53. Bei den Männern rettete Noe Näff mit Rang neun ein wenig die Ehre. Roman Alder, Isai Näff, Valerio Grond und Janik Riebli schieden bereits in der Qualifikation aus. Ein Ergebnis, das Fragen aufwirft – vor allem im Vergleich zur Frauen-Power von Fähndrich.
Doch am 21. März zählt nur eine Frage: Schafft Fähndrich den Sprung aufs oberste Podest der Sprint-Wertung? Die Antwort liegt in 1,5 Kilometern Sprint-Strecke in Lake Placid – und in den Beinen einer 29-jährigen, die in ihrer letzten Saison noch einmal alles riskiert.
