Eintracht frankfurt: riera-desaster! basler schießt hart
Frankfurt bangt erneut – und das nur wenige Monate nach dem Saisonende. Eintracht Frankfurt hat die Reißleine gezogen und Albert Riera entlassen, ein Entschluss, der die Fußballwelt überrascht hat. Doch Mario Basler, ehemaliger Nationalspieler und bekannter Kritiker, hält die Entscheidung für folgerichtig und lässt seiner deutlichen Meinung freien Lauf.
Basler: riera fehlte die nötige demut
Die Trennung kam nicht unerwartet, aber die Geschwindigkeit des Scheiterns ist alarmierend. Riera, der erst im Februar als Nachfolger von Dino Toppmöller präsentiert wurde, konnte offenbar nicht die erhoffte Wende einleiten. Basler macht in seinem Podcast „Basler ballert“ kein Geheimnis aus seiner Meinung: „Ich glaube gar nicht mal, dass Albert Riera ein schlechter Trainer ist. Aber sein Auftreten war einfach komplett daneben. Er kam nach Frankfurt und hat sich benommen, als hätte er schon dreimal die Champions League gewonnen.“ Die Bundesliga, so Basler, erfordert eine gewisse Zurückhaltung, besonders von neuen Trainern. Riera habe diese Gepflogenheiten schlichtweg nicht verstanden.
Der frühere Nationalspieler betonte: „Du musst als Trainer in Deutschland auch ein Stück Demut mitbringen.“ Statt sich an die Liga und den Verein heranzutasten, habe sich Riera früh unnötige Feindschaften mit Spielern, Fans und Medien geschaffen. Seine öffentliche Art, insbesondere eine Äußerung über Spieler, die „vom Balkon springen“ sollen, wurde von vielen als unangemessen empfunden. „Das mag irgendwo anders funktionieren, aber in Frankfurt wird sowas sofort kritisch gesehen“, so Basler.

Die spieler tragen auch verantwortung
Doch Basler schiebt die Schuld nicht allein Riera zu. Auch die Mannschaft müsse Verantwortung übernehmen. „Man darf aber die Mannschaft nicht komplett aus der Verantwortung nehmen. Die Qualität war eigentlich da“, stellt er klar. Das Problem lag darin, dass die Leistung zu selten konstant abgerufen wurde. Es fehlte schlichtweg die Balance. Die verpassten internationalen Plätze – erstmals seit sechs Jahren bleibt die Eintracht ohne Europapokal – sind die bittere Folge.
Die Suche nach Rieras Nachfolger hat bereits begonnen. Die Frage, wer künftig die Mannschaft an die Seitenlinie führen wird, bleibt vorerst unbeantwortet. Eines ist jedoch sicher: Der neue Trainer muss nicht nur taktisch versiert sein, sondern auch die Mentalität und die Erwartungen in Frankfurt verstehen. Die Fans sehnen sich nach Stabilität und Erfolg, und die Vereinsführung wird sich bei der Trainersuche keine Fehler erlauben können.
Die Eintracht steht vor einer entscheidenden Phase. Ob der Verein aus dieser Krise gestärkt hervorgehen wird, hängt maßgeblich von der richtigen Wahl des neuen Trainers ab. Nur wer die Balance zwischen Führungsstärke, Demut und taktischer Kompetenz findet, kann die Frankfurter Fans wieder begeistern.
