Bvb-stern von morgen? yamamoto beeindruckt in der vorbereitung
Dortmund fiebert dem Bundesliga-Start entgegen, und ein Name weckt bereits jetzt große Hoffnungen: Takato Yamamoto. Der 18-jährige Japaner, ausgeliehen vom Gamba Osaka, hat in der Vorbereitung des BVB mit seiner spielerischen Eleganz und seinem Torinstinkt überzeugt – und lässt die Fans von einem möglichen neuen Kagawa träumen.
Ein tor, das an glorreiche zeiten erinnert
Vor gut einer Woche ließ Yamamoto beim Testspiel gegen RW Oberhausen mit einem perfekten Treffer die Zuschauer staunen. Ein angetäuschtes Zuspiel, ein schneller Haken nach rechts, ein Doppelpass – und dann ein präziser Abschluss in die untere linke Ecke. Die Leichtigkeit, mit der das junge Talent den Ball verarbeitete, erinnerte unweigerlich an die goldenen Zeiten des BVB, als Shinji Kagawa die Fangesänge dominierte und mit seinen brillanten Leistungen zwei Meistertitel in die Vitrine stellte.
Kagawa, mittlerweile in seiner Heimat Japan beim Cerezo Osaka aktiv, ist für Yamamoto ein großes Vorbild. Die beiden Japaner treffen nun im Rahmen der Japan-Reise des BVB aufeinander – eine willkommene Gelegenheit für Yamamoto, sich dem Vorbild zu nähern und seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Die Partie gegen Cerezo Osaka am morgigen Mittwoch (SPORT1-Ticker) verspricht daher nicht nur ein spannendes Freundschaftsspiel, sondern auch einen interessanten Vergleich zweier Generationen japanischen Fußballs.

Mehr als nur ein kagawa-klon?
Yamamoto mag zwar Ähnlichkeiten mit Kagawa aufweisen – sowohl in puncto Technik als auch in seiner Kreativität am Ball – doch es gibt auch entscheidende Unterschiede. Während Kagawa vor allem mit seinem linken Fuß glänzte, ist Yamamoto mit seinem rechten Fuß stärker. Und genau diese Beidfüßigkeit, wie sie auch bei Kagawa in umgekehrter Form zum Trumpf wurde, zeigt die Vielseitigkeit des jungen Japaners.
Trainer Niko Kovac ließ nach dem Spiel gegen Oberhausen keine Zweifel daran, dass er Yamamoto im Auge behält. „Da waren einige gute Sachen dabei. Nicht nur ich, sondern auch die anderen haben richtig hingeschaut und wirklich Brauchbares gesehen“, so Kovac gegenüber den Journalisten. Auch BVB-Manager Nils-Ole Book betonte, dass Yamamoto für den Verein von Interesse sei, mahnte aber zur Geduld: „Er ist ein sehr talentierter Spieler, der im vergangenen Spiel mehr Räume erhalten hatte, als er es in der Bundesliga bekommen wird.“
Yamamoto selbst scheint sich in Dortmund bestens zu entwickeln. Er profitiert von der intensiven Trainingsarbeit und der Möglichkeit, von erfahrenen Spielern zu lernen. „Momentan lerne ich unglaublich viel, vor allem was die technische und taktische Seite angeht. Im Training merke ich, auf welchem Level gespielt wird und woran ich noch arbeiten muss“, erklärte der 18-Jährige im Vorfeld des Spiels gegen Cerezo Osaka.
Ob Yamamoto tatsächlich die Lücke füllen kann, die Shinji Kagawa einst im Dortmunder Angriff hinterließ, wird die Zukunft zeigen. Doch eines ist klar: Der junge Japaner hat das Potenzial, eine wichtige Rolle im BVB zu spielen – und die Fans dürfen gespannt sein, welche Entwicklung ihm noch bevorsteht. Die Verpflichtung des Super-Japaners könnte sich schnell als Coup erweisen.