Kryeziu-sperre trifft winterthur im schlimmsten moment

Zwei Spiele Sperre, null Punkte mehr Zeit: Der FC Winterthur verliert nach dem 1:1 gegen den FC Zürich nicht nur Punkte, sondern auch seinen einzigen wirklich stabilen Innenverteidiger. Mirlind Kryeziu trat Samuel Mraz mit offener Sohle in den Rücken – Rot, sofort, kein Diskussionsbedarf. Die Disziplinarkommission bestätigte: zwei Spielsperren.

Was die sperre für das schlusslicht wirklich bedeutet

Winterthur ist Letzter. Das ist die Ausgangslage, die man nicht wegdiskutieren kann. Und jetzt fehlt Kryeziu ausgerechnet in den beiden Auswärtsspielen bei FC Sion und beim FC Luzern – zwei Gegner, die derzeit alles andere als gnädig mit dem Tabellenkeller umgehen.

Trainer Patrick Rahmen hatte den bis zur Winterpause vereinslosen Verteidiger im Februar verpflichtet. Sechs Spiele, 383 Minuten – das ist die gesamte Bilanz des Abwehrspielers in diesem Frühjahr. Kein Weltstar, aber ein Mann, der hinten Ordnung bringt. Genau das fehlt den Espenmit jeder Runde mehr.

Die offene frage, die keine antwort mehr braucht

Die offene frage, die keine antwort mehr braucht

Auf der Schützenwiese lag Winterthur nach rund einer Stunde in Führung. Dann kam das Foul, dann kam Rot, dann kam der Ausgleich. Ob die Espen mit elf Mann gewonnen hätten? Müßig. Fakt ist: Es wäre der erst zweite Sieg im gesamten Kalenderjahr gewesen. Die Seltenheit dieser Zahl sagt alles über den Zustand dieses Teams.

Die Abstiegszone ist kein abstrakter Begriff mehr für Winterthur – sie ist Alltag, Woche für Woche. Und während Görtler nach dem Spiel von Taten sprach, die auf Worte folgen müssen, reist das Team nun zweimal auswärts ohne seinen gesperrten Abwehrmann. Die Zeit läuft. Die Tabelle lügt nicht.