Kreuzbandriss! leonie zegg schreibt nach horror-crash ihr comement

Val di Fassa – ein Sprung, ein Knall, ein Schrei. Leonie Zegg liegt im Schnee, packt sich ans Knie und weiß sofort: weg. Das vordere Kreuzband der 21-jährigen Speed-Hoffnung ist gerissen, die Saison ist gelaufen, das Herz blutet.

Die Österreicherin postet ein Foto aus dem Krankenbett, Tränen in den Augen, Bein in der Schiene. „Das Knie und mein Herz schmerzen so sehr“, schreibt sie. Drei Weltcupstarts hatte sie gerade auf dem Konto, beim Debüt in Zauchensee fuhr sie als 30. direkt in die Punkte. Nun diese Zerreißprobe.

„Ich dachte, ich sei unbesiegbar“

„Ich dachte, ich sei unbesiegbar“

Zegg gibt sich trotzdem kämpferisch. Sie bedankt sich beim Team, bei der Ärztin, die sie binnen Minuten versorgte. „Rückschläge gehören dazu“, sagt sie, „ich komme stärker zurück.“ Die Worte klingen nach Routine, aber hinter jedem Satz steht der Schock des Moments: die Landung nach einem Sprung, das leise Knacken, das Gefühl, als würde das Bein auseinanderklappen.

Die Skiszene trauert mit ihr. Trainer sprechen von „einem Rohdiamant mit Turbo“, der nun erstmals richtig hart auf dem Boden der Tatschaften aufschlägt. Die Alpine Direktion bestätigt: keine weiteren Startpläne, keine Reha-Frist, nur ein leeres Feld im Startprotokoll, wo sonst ihr Name steht.

Doch Zegg will nicht reden, sie will rennen. Schon in der Nacht nach der Operation schrieb sie sich ein Ziel auf ein gelbes Post-it: „2026 – Olympische Spiele.“ Sie klebt es an die Wand des Krankenzimmers. Dort, wo andere Patienten Blumen stehen, hängt jetzt ein Stück Piste – ein Reminder, dass der Sport nicht nur Siege, sondern auch Narben verteilt.