Kownacki: hertha-zukunft ungewiss trotz engagement

Berlin – Dawid Kownacki hat eine Saison bei Hertha BSC hinter sich, die alles andere als zufriedenstellend verlief. Trotzdem scheint der polnische Stürmer in der Hauptstadt eine Chance auf eine Fortsetzung seiner Karriere zu haben. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, warum die Lage für den Angreifer kompliziert ist und was die kommenden Wochen entscheiden könnten.

Schuler im fokus, kownacki im schatten

Schuler im fokus, kownacki im schatten

Während die Diskussionen nach dem 1:1 in Braunschweig hauptsächlich um die Leistung von Luca Schuler kreisten, offenbarte Hertha-Coach Stefan Leitl seine Sicht auf die Dinge. Er zeigte sich „insgesamt sehr, sehr zufrieden mit Lucas Entwicklung“ und signalisierte, dass er auf dessen weiteren Leistungen in den letzten Spielen setzt. Schuler, der mit einem cleveren Laufweg einen Elfmeter herausgeholt hatte, genießt aktuell das Vertrauen des Trainers. Für Dawid Kownacki sind das keine sonderlich erfreuliche Nachrichten.

Der Leihspieler von Werder Bremen kam mit der Erwartung, Hertha zurück in die Bundesliga zu schießen, doch das klappte nicht. Eine Vielzahl unglücklicher Umstände, darunter zwei Verletzungen, eine Krankheit und eine Rot-Sperre, verhinderten, dass er seinen Rhythmus fand. Leitl bedauerte, dass Kownacki nie wirklich „in den Flow“ kam, und wünschte sich mehr Lockerheit in seinen Aktionen.

Die Verletzungsgeschichte

Die Liste der Verletzungen und Rückschläge ist lang: Sprunggelenks- und Syndesmoseverletzung, verpasstes Trainingslager in Portugal aufgrund eines Infekts, eine Rote Karte gegen Darmstadt und eine anschließende dreispielige Sperre. Fünf Tore in 20 Spielen spiegeln einen bestenfalls durchschnittlichen Ertrag wider. Es ist ein Bild einer Saison, in der für Kownacki schief lief, was schief laufen konnte.

Leitl betonte, dass Kownacki sich immer zur Verfügung gestellt habe, auch entgegen medizinischer Empfehlungen. „Das sind alles sehr positive Aspekte, die wir auch in die Bewertung einfließen lassen“, erklärte der Coach. Ob es letztendlich zu einer festen Verpflichtung kommt, hängt jedoch von den Gesprächen zwischen Hertha und Werder Bremen ab, da die Kaufpflicht an einen Aufstieg geknüpft ist, der für die Berliner unwahrscheinlich erscheint.

Die Personalie wird zwischen den Vereinen diskutiert, da Kownacki in Bremen einen Vertrag bis 2027 besitzt. Hertha wird sich also nicht leicht tun, den Polen langfristig an die Spree zu binden. Ob Kownacki die Chance erhält, seine Leistungen unter Beweis zu stellen und die Erwartungen zu erfüllen, bleibt abzuwarten. Sein Schicksal hängt von der strategischen Ausrichtung Hertha BSC und den Verhandlungen mit Werder Bremen ab.