Kovács pfeift atlético: eine dunkle vorzeichen für die rojiblancos?

Ein Raunen ging durch die Verantwortlichen des Atlético de Madrid, als die Ansetzung für das anstehende Topspiel bekannt wurde: István Kovács wird das Zepter führen. Für die Anhänger des spanischen Hauptstadtklubs ist der Name des Rumänen längst zum Synonym für bittere Enttäuschung geworden – und die Erinnerungen an vergangene Partien sind alles andere als erfreulich.

Ein unglücklicher dominoeffekt

Die Bilanz ist erschreckend: Atlético hat unter Kovács' Leitung noch nie ein Spiel gewonnen. Sechs Partien wurden unter seiner Aufsicht absolviert, und jedes einzelne endete entweder mit einer Niederlage oder einem Unentschieden. Besonders schmerzhaft ist die Erinnerung an das Champions-League-Spiel gegen Paris Saint-Germain im Rahmen des Klub-Weltpokals. Ein Match, das Atlético durch fragwürdige Entscheidungen des Rumänen benachteiligt sah. Simeone selbst sprach von „wiederholten, repetitiven Problemen“ und betonte, dass die Details die Partie entschieden hätten.

Kokes Worte in jener Nacht hallen bis heute nach: „Selbst als wir das 2:1 erzielten, wurde es uns aufgrund einer fragwürdigen Freistoßentscheidung aberkannt. Wenn er pfeift, pfeift er, und wenn nicht, dann eben nicht. Jeder hat gesehen, was passiert ist – diese kleinen Details, die immer zu Ungunsten von Atlético ausfallen.“

Ein erfahrener schiedsrichter im dienste der uefa

Ein erfahrener schiedsrichter im dienste der uefa

Trotz der negativen Assoziationen, die Kovács bei Atlético-Fans hervorruft, genießt der Rumäne innerhalb der UEFA hohes Ansehen. Er hat bereits sechs Partien in dieser Champions-League-Saison geleitet, darunter das prestigeträchtige PSG-Mónaco-Spiel. Die letzte Champions-League-Finalpartie zwischen Paris Saint-Germain und Inter Mailand, die PSG mit 1:0 gewann, wurde ebenfalls von ihm dirigiert. Seine Erfahrung ist unbestritten, doch für Atlético bedeutet seine Anwesenheit ein zusätzliches psychologisches Handicap.

Ein Blick auf die Vergangenheit zeigt ein klares Muster: Auch im einzigen Champions-League-Spiel, das er beim FC Barcelona leitete, setzte es eine deutliche 1:4-Niederlage gegen PSG. Und in der Europa League trennten sich Barcelona und der SSC Neapel 1:1 unter seiner Leitung.

Die Statistiken sind eindeutig, und für Atlético-Anhänger, die an Aberglaube glauben, kommt nun die Stunde der Angst. Ob sie ihre Befürchtungen überwinden und endlich einen Sieg gegen einen von Kovács geleiteten Gegner einfahren können, wird sich zeigen. Die Aufgabe ist alles andere als einfach.