Kovac lockt bvb-stars mit extrafreiheit: sieg gegen hoffenheim = bonus-tag
Niko Kovac greift zur einfachsten Motivationswaffe: Freizeit. Wer für den BVB gewinnt, darf die Socken noch öfter in der Ecke liegen lassen. „Ein zweiter freier Tag pro Waffe ist drin“, sagte der Trainer – und meinte damit die Woche, nicht den Spieltag.

Mathe-eins für millionäre
Der Vergleich mit der Schulstunde trügt. In Dortmund zählen keine Noten, sondern Tore. Hoffenheim am Samstag, 15.30 Uhr, ist die nächste Gelegenheit. Drei Punkte, ein Tag Pool oder Sofa. Kovac lachte, als er die Regel erklärte: „Damit kann man die Spieler schon bekommen.“ Klingt nach Schmusepsychologie, ist aber High-Performance-Ökonomie. Weniger Belastung, mehr Erholung, glückliche Knochen.
Die Mannschaft nahm’s sportlich. In der Kabine hieß es, die Jungs würden „freiwillig Überstunden“ schieben, nur um den Extra-Tag zu landen. Ein Fitnesscoach grinste: „Wir haben noch nie so viele Nachspielzeiten gesehen.“
Kovac selbst ist kein Freund von Geschenken. Bei seiner Eintracht-Frankfurt-Ära gab es für Sieg nur ein kurzes „Weiter so“. In Dortmund herrscht Deadline-Stimmung. Die Bayern sind fünf Punkte weg, Leipzig sieben. Jeder Bonus zählt.
Die TSG reist mit Brekalo und Kramarić an, beide in Torlaune. Kovac’ Antwort: frühes Gegenpressing, doppelte Sechser, Sabitzer als falsche Neun. Seine Spieler wissen: Wer läuft, darf später ruhen.
Am Samstagabend wird in der Pelkum Sportwelt ein freier Tag gefeiert – oder eben nicht. Die Uhr tickt. Kovac hat den Stundenplan in der Hand.
