Kouamé schockiert paris: der teenager besiegt cilic bei den french open!
Paris bebte gestern Abend. Nicht vor Hitze, sondern vor der Leistung des jungen Franzosen Moïse Kouamé. Der 17-Jährige, gerade erst im März 17 geworden, hat den ehemaligen US-Open-Sieger Marin Cilic in einer beeindruckenden Vorstellung ausgeschaltet und damit die Tenniswelt aufgemischt. Ein Coup, der Frankreichs Hoffnung auf einen neuen Tennis-Star neu entfacht.
Ein phänomen mit explosiver energie
Kouamé präsentierte sich in Roland-Garros nicht nur als technisch versierter Spieler, sondern vor allem als Athlet der Superlative. Sprints über den Sandplatz, Hechtsprünge nach dem Ball – seine Energie ist schier unerschöpflich. Seine Größe von 1,91 Metern nutzt er gekonnt für Explosivität und Aggressivität, was ihn zu einem unberechenbaren Gegner macht.
Der Sieg gegen Cilic, der in drei Sätzen mit 7:6 (7:4), 6:2, 6:1 sichergestellt wurde, katapultierte Kouamé nicht nur in die nächste Runde, sondern machte ihn auch zum jüngsten Spieler seit 1991, der ein Hauptrundenmatch bei den French Open gewann. Ein bemerkenswertes Comeback für ein Talent, das die Saison noch auf Platz 833 der Weltrangliste begann.

Die gasquet-connection und der wunsch nach ruhe
Wer ist dieser Junge, der plötzlich die Tenniswelt im Sturm erobert? Kouamé wird von Richard Gasquet trainiert, selbst ein ehemaliges Wunderkind des französischen Tennis. Gasquet scheint es geschafft zu haben, den Druck von seinem Schützling zu nehmen. Kouamé selbst äußerte am Medientag seinen Wunsch, „auch ein bisschen loszulassen und etwas Abstand zu gewinnen und zu betrachten, was ich eigentlich tue“. Eine Einsicht, die für einen 17-Jährigen bemerkenswert reif ist.
Seine Wurzeln liegen in Sarcelles, nördlich von Paris, doch Kouamé hat schon früh an den großen Akademien trainiert und an den Seiten von Spielern wie Patrick Mouratoglu und Daniil Medvedev gelernt. Der Gewinn des „Petits As“ im Jahr 2023, einem renommierten Jugendturnier, unterstreicht sein außergewöhnliches Talent. Seine Aufschlaggeschwindigkeit von 220 Kilometern pro Stunde zeugt von seiner körperlichen Stärke, während seine saubere, starke Vorhand seine technische Versiertheit beweist. Der junge Franzose ist eine Mischung aus Kraft und Finesse.
Die Sehnsucht nach einem französischen Grand-Slam-Sieger ist in Frankreich seit Yannick Noahs Sieg 1983 groß. Kouamé könnte der Mann sein, der diese Durststrecke beendet. Doch er selbst scheint sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: „Es ist schön zu wissen, dass ich in meinem Alter bereits mit den Leistungen verglichen werde, die starke Spieler im gleichen Alter erbracht haben“, sagte er. „Das gibt mir Selbstvertrauen, aber es macht mir auch bewusst, dass ich noch härter arbeiten muss.“
Die Augen Frankreichs sind auf ihn gerichtet. Und Kouamé scheint bereit zu sein, diesem Druck standzuhalten. Denn eines ist klar: Dieser Sieg ist erst der Anfang.
