Korkmaz bricht zusammen: dramatische szenen bei u21-em-quali
37 Minuten war gespielt, als Egemen Korkmaz plötzlich zu Boden sackte. Der türkische U21-Coach schlug mit dem Kopf auf, verlor kurz das Bewusstsein – und die Partie gegen Kroatien stand still.
Der 43-Jährige hatte sich zuvor über die Gelb-Rot-Karte gegen Demir Ege Tiknaz aufgeregt. Dabei rutschte er aus, stürzte und blieb reglos liegen. Spieler und Betreuer eilten herbei, bildeten eine Schneise für die Sanitäter. Die behandelten Korkmaz zehn Minuten auf dem Feld, ehe er ins Krankenhaus gebracht wurde. L Verband war der Trainer auf dem Weg ins Klinikum wieder ansprechbar, eine Schwellung am Kopf diagnostiziert.

Die partie läuft – der blick bleibt auf korkmaz
Die U21-Kicker mussten weiterspielen, doch der Schock saß tief. Die Stimmung war verhalten, Chancen blieben rar. Beide Teams schalteten einen Gang zurück, als wäre der Rasen noch immer eine Intensivstation. Der 0:0-Stand zur Pause glich einer Formsache – das Ergebnis war nebensächlich.
Für Korkmaz war es der zweite Einsatz als Chefcoach der Junioren. Der ehemalige Verteidiger von Besiktas und der Nationalmannschaft hatte erst im Sommer das Zepter übernommen. Seine Sturz-Attacke wirft nun Fragen auf: Wie belastbar ist der Trainingsalltag? Welche Sicherheitsvorkehrungen gelten an der Seitenlinie? Und wer springt ein, wenn der Verantwortliche ausfällt?
Der türkische Verband teilte mit, Korkmaz werde über Nacht beobachtet. Eine Entscheidung über weitere medizinische Tests fällt am Samstag. Die EM-Quali ist noch lange nicht entschieden – für Korkmaz aber schon jetzt eine Zäsur.
