Kopfball-tor in der handball-bundesliga: darf man das? die regel gibt’s – und sie ist klar

Lukas Donaubauer fliegt. Nicht mit der Hand, sondern mit dem Kopf. Im Stil eines Stürmers nickt der Oberliga-Spieler des SC Unterpfaffenhofen/Germering den Ball ins Netz – und löst ein Regel-Staunen aus. Kopfball? Im Handball? Erlaubt? Ja, vollkommen legal.

Die Szene steht beim monatlichen Voting „Tor des Monats“ der Daikin Handball-Bundesliga und zieht alle Blicke auf sich. Denn während Profis sich inzwischen an artistischen Kempa-Tricks und Rückwärtswürfen messen, schlägt ein Amateur aus der fünften Liga mit einem Move, den selbst Bundesliga-Profis nicht auf dem Schirm haben. Die IHF-Regel 7.1 erlaubt ausdrücklich: Kopf, Rumpf, Oberschenkel, Knie – alles Spielgerät. Hauptsache, der Ball landet im Tor.

Die amateure überflügeln die stars

Die amateure überflügeln die stars

Schon im Februar sorgte Jonas Schlereth von der TSG Offenbach-Bürgel für Furore, als er nach einer Rolle rückwärts traf. Nun also Donaubauer – und er ist nicht allein. Die Nominiertenliste liest sich wie ein Who-is-Who der Unterklassigen: Carolin Voltmer rettet Germania List mit einem Freiwurf nach Abpfiff den Punkt, Malte Nolting wirbelt am Kreis wie ein Artist, Niklas Klein veredelt einen Doppel-Kempa. Und Miro Schluroff, eigentlich Nationalspieler, donnert den Ball aus der Hüfte ins Kreuzeck – fast schon langweilig gegen die Headline des Monats.

Die Fans entscheiden im WhatsApp-Kanal der HBL, kostenlos, sekündlich aktualisiert. Noch bis Monatsende kann jeder abstimmen – und wer will, schickt gleich das nächste Highlight aus der Kreisliga mit. Der Gewinner zieht ins Saison-Finale ein, wo dann das Tor der Saison gekürt wird. Bis dahin dürfte Donaubauers Kopfball die Messlatte sein. Denn wer schon mal mit dem Kopf traf, weiß: Der Ball liegt danach nicht nur im Tor, er steht auch Kopf.