König koni zieht sich zurück: abeltshauser verlässt münchen nach einer dekade voller titel
Konrad Abeltshauser zieht die Schlittschuhe aus, zumindest bei den Roten Bullen. Der gebürtige Bad Tölzer, der seit Januar 2016 das Trikot des EHC Red Bull München trägt, wird die bayerische Hauptstadt nach der Saison 2025/26 verlassen – und reißt ein Loch in die Seele des Vereins.
Ein abschied, der wehtut
„Koni“ war mehr als nur Verteidiger. Er war König Koni, Anführer, Kultfigur, bayerisches Original. 571 DEL-Spiele, vier deutsche Meisterschaften, ein Champions-League-Finale – die Zahlen sind schön, aber sie greifen nicht, was er bedeutet. Sportchef Christian Winkler findet trotzdem die richtigen Worte: „Das in Worte zu fassen, was ‚Koni‘ bei uns auf und neben dem Eis geleistet hat, ist praktisch unmöglich.“
Die Nachricht kommt kurz nach dem Halbfinale-Aus gegen die Adler Mannheim. München räumt auf: Neben Abeltshauser verlassen auch Simon Wolf, Alberts Smits, Dillon Heatherington, Nikolaus Heigl und Vadim Schreiner den Klub. Ein Schnitt, der wehtut.

Die ära endet, die legende bleibt
Abeltshauser selbst wirkt in seinem Abschiedsvideo gefasst. „Irgendwann findet alles mal ein Ende“, sagt er. „Es war besser, wie ich es mir habe erträumen können.“ Kein Tränenoktett, kein Pathos. Typisch Koni. Wo er künftig spielt, bleibt offen. Vielleicht irgendwo, wo er noch einmal die Play-offs riecht. Vielleicht nirgendwo mehr.
Für München beginnt nun die Zeit nach König Koni. Die Nummer zwei der Einsatzstatistik hinterMaximilian Kastner hinterlässt eine Lücke, die nicht nur sportlich ist. Die Red Bulls verlieren ihr Gesicht, ihre Seele, ihren bayerischen Herzschlag. Und das in einer Zeit, in der der Club neu durchstarten will.
Die Ära endet. Die Legende bleibt.
