Kompany schwärmt von guardiola: „glaube an mich verdanke ich ihm“
Manchester – Ein Abschied, der eine Ära beendet und einen Nachfolger fordert: Pep Guardiola verlässt Manchester City nach sechs Jahren voller Triumphe. Doch bevor die neue Suche nach einem Coach beginnt, richten alle Blicke auf die Wegbereiter, die unter Guardiola zu Höchstleistungen gelangten. Vincent Kompany, aktueller Bayern-Trainer und ehemaliger Guardiola-Schützling, lässt es sich nicht nehmen, seinen Mentor in den höchsten Tönen zu loben.

Die guardiola-schule des erfolgs
„Es war ein Geschenk, mit ihm arbeiten zu dürfen“, erklärte Kompany vor dem DFB-Pokalfinale gegen Stuttgart. Seine Worte unterstreichen die tiefe Verbundenheit und den Einfluss, den Guardiola auf seine Karriere hatte. Kompany, der unter Guardiola auch als Kapitän fungierte, betont, dass der Katalane ihm nicht nur taktisches Know-how vermittelte, sondern vor allem den unbedingten Willen zum Sieg einprägte. „Ich habe meine eigene Persönlichkeit entwickelt, aber den Glauben, dass ich selbst Trainer werden kann, verdanke ich Pep.“
Die Entscheidung Guardiolas, Manchester City zu verlassen und eine Auszeit zu nehmen, überraschte viele. Der Coach selbst nannte keine konkreten Gründe, sprach aber von einem „Gefühl“. Nach dem Gewinn von 20 Titeln in sechs Jahren bei City scheint Guardiola den Wunsch zu haben, neue Energie zu tanken und sich zu entspannen. Ein Abschied, der nicht ohne Anerkennung gebührt.
Auch andere Trainer würdigten Guardiolas Leistungen. Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel betonte den „einzigartigen Einfluss“, den Guardiola in jeder Liga hinterlassen habe, in der er tätig war. „Er hat mit Barcelona eine Revolution ausgelöst, dann alles in Deutschland auf den Kopf gestellt und ist hierhergekommen, um Rekorde zu brechen – das ist außergewöhnlich.“
Hansi Flick, ehemaliger Bundestrainer, bezeichnete Guardiola als „den besten Trainer der Welt“ und lobte dessen Konstanz in den letzten zehn Jahren. Die City Football Group wird Guardiola künftig als globalen Botschafter einsetzen, eine neue Rolle, die ihm erlaubt, seine Expertise und Erfahrung in verschiedenen Vereinen weltweit einzubringen.
Für Kompany und viele andere Trainer bleibt Guardiola jedoch eine Inspiration und ein Vorbild. Seine Philosophie, sein unermüdlicher Einsatz und sein Streben nach Perfektion haben nachhaltige Spuren hinterlassen und werden auch in Zukunft die Welt des Fußballs prägen. Der DFB-Pokalfinale gegen Stuttgart wird somit auch als eine Art Hommage an den Mann gesehen, der so viel für den modernen Fußball geleistet hat.
