Kompany positioniert sich klar gegen rassismus – scharfe kritik an mourinho
- Kompany unterbricht pressekonferenz wegen rassismus-vorwürfen
- Emotionale reaktion und klare worte
- Volle unterstützung für vinicius junior
- Scharfe kritik an josé mourinho
- Historischer kontext und persönliche erfahrung
- Verurteilung des umgangs, nicht der person mourinho
- Rassismus im fußball – ein globales problem
Kompany unterbricht pressekonferenz wegen rassismus-vorwürfen
Vincent Kompany, Trainer des FC Bayern München, zeigte sich am Freitagvormittag auf der Pressekonferenz des Rekordmeisters sichtlich bewegt. Auslöser war der mutmaßliche Rassismus-Vorfall, der sich beim Champions-League-Spiel zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid ereignet hatte. Konkret soll Vinicius Junior von Benfica-Spieler Gianluca Prestianni rassistisch beleidigt worden sein. Kompany kündigte an, nach Klärung der Vorfälle keine sportlichen Fragen mehr beantworten zu wollen.

Emotionale reaktion und klare worte
Als ein Reporter den Vorfall ansprach, machte Kompany unmissverständlich klar, dass das Thema für ihn von höchster Priorität sei. Er wechselte während seiner Stellungnahme sogar vom Deutschen ins Englische, um seine Gedanken ausführlich darzulegen. Die Äußerungen dauerten insgesamt 11 Minuten und 54 Sekunden und konzentrierten sich auf den Umgang mit Rassismus im Fußball.

Volle unterstützung für vinicius junior
Kompany begann seine Rede mit einer klaren Botschaft der Unterstützung für Vinicius Junior: „Ich habe es live gesehen. Wenn man die Aktion sieht, kann die Reaktion von Vinicius Junior nicht gefaked sein. Seine Reaktion ist emotional.“ Er betonte, dass es für Vinicius keinen Grund gegeben hätte, den Vorfall zu inszenieren und sich die Schuld zuzuschieben. Auch Kylian Mbappé habe die Situation deutlich wahrgenommen und sich dazu geäußert.

Scharfe kritik an josé mourinho
Doch Kompany ging noch weiter und kritisierte das Verhalten von José Mourinho, dem Trainer von Benfica Lissabon, scharf. „Was nach dem Spiel passiert ist, ist sogar noch schlimmer gewesen. José Mourinho hat den Charakter von Vinicius Junior attackiert, indem er die Art seines Torjubels thematisiert hat.“ Dies sei ein Fehler in der Führung und nicht akzeptabel.
Historischer kontext und persönliche erfahrung
Kompany zog einen historischen Vergleich und erwähnte Eusébio, eine Legend des FC Benfica. Er fragte, ob Mourinho wisse, welche Schwierigkeiten schwarze Spieler in den 1960er Jahren durchmachen mussten. Er teilte auch seine persönliche Erfahrung: „Mein Vater ist eine schwarze Person aus den 1960ern, der damals seinen Weg gegangen ist. Damals war ihre einzige Option, still zu sein… zehnmal besser zu sein, um ein bisschen Anerkennung zu bekommen.“
Verurteilung des umgangs, nicht der person mourinho
Kompany betonte jedoch, dass er nicht Mourinho als Person verurteile, sondern dessen Umgang mit der Situation. Er betonte, dass er viele positive Rückmeldungen über Mourinho erhalten habe und verstehe, dass dieser seinen Verein verteidigen wollte. „Er hat einen Fehler gemacht. Das ist etwas, das in der Zukunft hoffentlich nicht noch einmal passieren wird.“
Rassismus im fußball – ein globales problem
Kompany sprach auch über das generelle Problem des Rassismus im Fußball und wies darauf hin, dass Vinicius Junior die Möglichkeit habe, sich zu äußern, während viele andere Spieler, insbesondere in osteuropäischen Ligen wie Ungarn, Bulgarien und Serbien, keine Stimme hätten und keine Unterstützung erhalten würden.
