Kompany: elfmeterschießen – spontan, aber geübt!
München. Vincent Kompany, Coach von Bayern München, hat vor dem Halbfinal-Rückspiel gegen Paris Saint-Germain im Champions League ein klares Statement abgegeben: Die Entscheidung, wer im Falle eines Elfmeterschießens antritt und in welcher Reihenfolge, wird er kurzfristig treffen – basierend auf dem Bauchgefühl und dem Austausch mit den Spielern.
Die taktik des bauchgefühls: kompany vertraut seinen spielern
„Wir entscheiden dann, wer die Elfmeter schießt und wie das Ranking ist“, erklärte Kompany vor dem Duell am Mittwoch (21.00 Uhr/DAZN) in der Allianz Arena. Ein Zwang ist hier fehl am Platz: „Wir werden keinen Spieler als Nummer eins schießen lassen, der das nicht will und sich nicht bequem fühlt.“ Das Hinspiel in Paris ging zwar mit 4:5 verloren, doch Kompany scheint die Spannung zu lieben und die Flexibilität seiner Mannschaft zu schätzen.
Doch die Vorstellung von spontanen Entscheidungen täuscht. Kompany betonte, dass das Thema Elfmeterschießen „schon seit Monaten“ besprochen wird, unter anderem auch im Hinblick auf den DFB-Pokal. „Elfmeterschießen ist in der zweiten Phase unserer Saison bei jedem Training dabei. Das ist schon geübt, genau wie wir unsere anderen Abläufe trainieren. Also spontan ist es nicht ganz“, so der 40-Jährige. Es geht also um Routine, um das Vertrauen in die Spieler und um die Fähigkeit, unter Druck einen klaren Kopf zu bewahren.

Psg als gegner: „eine der stärksten mannschaften europas“
Kompany lobte den Gegner in höchsten Tönen. „PSG ist eine der stärksten Mannschaften Europas der letzten zwei Jahre. Sie haben eine Qualität im Kader, die sehr beeindruckend ist.“ Er weiß, dass sein Team am Mittwoch das „höchste Level“ erreichen muss, um das Finale in Budapest (30. Mai) zu erreichen. Die Konzentration ist gefragt, denn Kompany weiß: „Jetzt zählt es.“
Die Vorbereitung war intensiv, das Training auf Elfmeterschießen routiniert. Kompany setzt auf eine Mischung aus taktischer Planung und dem Vertrauen in seine Spieler. Und er weiß: Am Ende entscheidet nicht nur die Taktik, sondern auch der Wille.
