Kolumbien stolpert, díaz rettet den tag – usbekistan überrascht!
Das Aztekenstadion bebte – und zwar nicht nur wegen der Höhe. Kolumbien, als WM-Viertelfinalist gehandelt, erlebte einen holprigen Start ins Turnier, der nur durch die Glanzleistung von Luis Díaz abgewendet werden konnte. Usbekistan, der erste Zentralasien-Teilnehmer überhaupt bei einer Weltmeisterschaft, zeigte dem Südamerikaner lange das Handwerk gelegt.

Ein überraschend widerstandsfähiges usbekistan
Fabio Cannavaro, der italienische Weltmeisterkapitän von 2006, hatte vor dem Turnier voller Optimismus geunkt, sein Team könne für einige Überraschungen sorgen. Und tatsächlich: Die „Weißen Wölfe“ präsentierten sich als unbequeme Gegner, die Kolumbien früh in Bedrängnis brachten. Die Abwehrreihen standen kompakt, der Kampfgeist war unverkennbar. Ein Zeichen dafür, dass die Usbeken nicht gekommen sind, um nur mitzuspielen.
James Rodríguez, der Torschützenkönig vor zwölf Jahren in Brasilien, versuchte zwar, das Spiel zu ordnen, doch die Kolumbianer taten sich schwer, Lösungen gegen die dichtgestellten Reihen zu finden. Ein erster Abschluss von Jhon Arias verfehlte das Tor knapp. Doch dann kam der Moment, der die Partie verändern sollte: Abbosbek Faysullajew gelang nach einer kolumbianischen Führung durch Daniel Munoz (41.) der Ausgleich – das erste WM-Tor für Usbekistan. Ein historischer Moment!
Luis Díaz bewies aber, warum er bei Bayern München einen so hohen Stellenwert genießt. Der Steilpass von Arias fand den pfeilschnellen Angreifer, der den Ball präzise am usbekischen Torwart vorbeilegte und Kolumbien wieder in Führung brachte. Ein Tor von Weltklasse.
Jaminton Campaz stellte in der Nachspielzeit dann den Endstand her. Die Kolumbianer konnten zwar die Führung letztlich clever verwalten, doch die Usbeken zeigten bis zum Schluss Moral und Kampfgeist. Ein Achtungserfolg für das Trainerteam von Cannavaro, der nun die Hausaufgaben für die kommenden Spiele machen muss.
Die Partie war ein Spiegelbild der beiden Teams: Kolumbien mit seiner individuellen Klasse, aber noch nicht in Topform. Usbekistan mit einem unbändigen Willen und der Bereitschaft, für jeden Zentimeter auf dem Platz zu kämpfen. Die Auslosung der Gruppe K mag für Kolumbien rosig erscheinen, doch sie müssen sich steigern, wenn sie ihre Ambitionen im Turnier erfüllen wollen. Die Niederlage gegen Usbekistan war eine deutliche Warnung.
Die Tatsache, dass die Usbeken Portugal und DR Kongo in der Gruppe K haben, macht ihre Aufgabe noch schwieriger. Aber eines ist klar: Sie werden nicht kampflos aufgeben. Ihre Entschlossenheit und ihr unbedingter Wille, sich zu beweisen, könnten für einige Überraschungen sorgen – und die WM noch spannender machen.
