Kolumbien: james rodríguez entschuldigt sich bei tochter des präsidenten
Ein kleiner Familienstreit im Schatten des bevorstehenden WM-Turniers in den USA: Fußballstar James Rodríguez, Kapitän der kolumbianischen Nationalmannschaft, hat sich öffentlich bei Antonella Petro, der jüngsten Tochter des Präsidenten Gustavo Petro, entschuldigt. Im Zentrum der Aufregung stand der Vorwurf, Rodríguez habe es versäumt, ein Foto mit der jungen Frau nach dem Abschiedsspiel des Teams zu machen – ein Moment, der in den sozialen Medien für hitzige Diskussionen sorgte.

Die fan-begegnung, die nicht stattfinden konnte
Antonella Petro, die sich selbst als die „Nummer-Eins-Fan“ der kolumbianischen Nationalmannschaft bezeichnet, teilte in den sozialen Medien ein Video, in dem sie ihre Enttäuschung über die verpasste Foto-Gelegenheit zum Ausdruck brachte. Ihre Worte waren jedoch von großer Bewunderung für den Mittelfeldspieler geprägt. „Der erste Torjubel meines Lebens war für dich, James, beim WM-Spiel 2014 gegen Uruguay, als du dieses Volleyball-Juwel erzielt hast. Das werde ich nie vergessen“, erklärte sie und erinnerte daran, dass sie dem Spieler einst Briefe geschrieben und versucht hatte, seine Spielweise nachzuahmen.
Die Situation eskalierte, als ein Video von dem Abschiedsspiel kursierte, das offenbarte, wie Antonella sich dem Kapitän näherte, wohl um ein Foto und eine Autogramm zu erbitten, während Rodríguez mit anderen Personen interagierte. Die Reaktion in den sozialen Medien war prompt und spaltend. Viele kritisierten das Verhalten des Fußballstars als respektlos gegenüber der Tochter des Präsidenten.
Doch nun scheint sich die Situation zu beruhigen. James Rodríguez reagierte prompt mit einer öffentlichen Entschuldigung und einem Angebot, der jungen Frau ein Foto und sein Trikot zukommen zu lassen. „Antonella, das Foto kommt. Außerdem habe ich noch mein Trikot für dich. Sag mir, wohin ich es schicken soll?“, schrieb er in einer Nachricht, die von Antonella geteilt wurde. Er fügte hinzu: „Danke für deinen Anfeuerungsruf für mich und alle meine Teamkollegen. Alles hat seine Zeit, und jetzt ist die Zeit, vereint für unsere Nationalmannschaft bei der WM zu sein. Wir sehen uns bald.“
Die Federación Colombiana de Fútbol (kolumbianischer Fußballverband) hatte zuvor seine Unterstützung für die Nationalspieler erklärt und jegliche Angriffe oder Diffamierungen zurückgewiesen. Der Verband forderte die Fans dazu auf, weiterhin hinter dem Team zu stehen und es bei der WM anzufeuern.
Es bleibt abzuwarten, ob dieser Vorfall die Stimmung im kolumbianischen Team vor dem wichtigen Turnier beeinträchtigen wird. Die Geschichte zeigt jedoch, wie schnell eine vermeintlich harmlose Begegnung in den sozialen Medien zu einem öffentlichen Aufruhr eskalieren kann.
