Kölns angriff lahmt: nur zwei siege 2025 – die zahlen alarmieren
35 Tore standen am Ende der Saison für den 1. FC Köln zu Buche – ein Wert, der in der unteren Tabellenhälfte nur der Wolfsburger Mannschaft gleicht. Doch die Statistik seit Jahresbeginn enthüllt das echte Drama: 13 Treffer in elf Partien, 20 Gegentore, nur zwei Siege. Die Zahlen sind lauter als jedes Stadiongesangbuch.
Die geißböcke schießen sich selbst in die krise
Lukas Kwasnioks Elf besitzt oft mehr Ballbesitz, dominiert die Feldanteile, aber was nutzt optische Überlegenheit, wenn daraus keine klare Torchance wird? Beim 1:1 in Hamburg brachte der FC nach dem Ausgleich durch El Mala nur noch einen Kopfball von Martel in der Nachspielzeit zustande. Drei klarer Chancen standen in der kicker-Statistik – eine armselige Bilanz, die sich gegen Augsburg wiederholte.
Die Abhängigkeit von Einzelaktionen wächst. Fallrückzieher, Sololäufe, Standardmomente – Köln erzielt seine Tore zunehmend aus dem Nichts, nicht aus dem Spiel heraus. Die Mittelfeldzentrale mit Martel, Johannesson und Krauß liefert dafür zu wenig Durchschlag. Martel und Johannesson kommen zusammen auf drei Torbeteiligungen, Krauß auf eine – magere Werte für Spieler, die eigentlich den Rhythmus bestimmen sollen.

Felipe chavez könnte zum zünglein an der waage werden
Die Lösung könnte ein 20-jähriger Leihspieler aus München sein. Felipe Chavez wurde im Winter geholt, um genau jene zentrale Lücke zu schließen, die Köln seit Wochen lahmlegt. Seine Aufgabe: das Mittelfeld entschlossener nach vorne zu treiben und die Räume für Ache sowie die Außen zu öffnen. Gelingt das nicht, droht selbst im rheinischen Derby gegen Gladbach wieder ein Tag der vergebenen Chancen.
Der FC steht auf dem Rasen nie völlig unterlegen, aber er steht sich selbst im Weg. Solange aus Ballbesitz keine Torgefahr wird, bleibt jedes Spiel eine Zitterpartie. Die Zeit läuft – und mit ihr die Geduld der Fans, die einst lautstark Europapokal forderten, nun aber zusehen müssen, wie ihre Mannschaft im Mittelfeldstrudel versinkt.
