Köln-leverkusen: rasen-debatte eskaliert – wagner kontert auf englisch!

Die Stimmung nach dem knappen 2:1-Sieg von Bayer Leverkusen in Köln war alles andere als harmonisch. Während die Werkself sich über den hart erkämpften Dreier freute, brodelte hinter den Kulissen eine hitzige Debatte um das Rhein-Energie-Stadion und seine grüne Oberfläche.

Hjulmands vorwurf: ein „platz ohne wasser“

Trainer Kasper Hjulmand ließ wenig Zweifel daran, dass der Rasen in Köln seine Mannschaft erheblich beeinträchtigt habe. Er sprach von einem „Platz ohne Wasser“ und vermutete sogar eine bewusste Maßnahme des FC, um den Gegner zu benachteiligen. Ein Kalkül, der dem Dänen sichtlich missfallen hat. Auch Kapitän Robert Andrich bestätigte die trockene Beschaffenheit des Spielfelds und merkte an, dass dies das Spiel an sich erschwert habe.

Die Leverkusener bemängelten, dass die Passqualität und das Zusammenspiel gelitten hätten. Nur 577 Pässe im Vergleich zu 460 des 1. FC Köln bei einer Passquote von 87 Prozent spiegeln wider, wie schwer es den Gästen fiel, ihr gewohntes Spiel aufzuziehen. Hjulmand war offen gesagt unzufrieden mit der gezeigten Leistung, obwohl der Sieg feststand: „Heute sind wir sehr glücklich mit den drei Punkten, aber nicht mit unserer Leistung.“

Wagners deutliche antwort – auf englisch

Wagners deutliche antwort – auf englisch

Die Kritik des dänischen Trainers prallte aber an Kölns Coach René Wagner ab. Dieser konterte prompt auf der Pressekonferenz – und zwar mit einem überraschenden Wechsel ins Englische. Mit Nachdruck erklärte Wagner: „Wenn du sagst, der Platz war nicht nass, dann stimmt das nicht.“ Er betonte, dass es keine Absicht gewesen sei, Leverkusen zu benachteiligen, und entschuldigte sich, falls dieser Eindruck entstanden sein sollte. Um jeglichen Missverständnissen vorzubeugen, stellte er klar: „We didn't do this.“

Auf die Bemerkung von Hjulmand, dass der Platz möglicherweise bewässert wurde und anschließend wieder austrocknete, erwiderte Wagner kurz und bündig: „Vielleicht war es die Sonne.“ Eine Erklärung, die Hjulmand schließlich einlenken ließ. Die Fakten sprachen letztendlich für sich: Es war eben ein trockener Platz, und das lag nicht an fehlender Bewässerung.

Die Rasen-Debatte zeigt einmal mehr, wie klein die Unterschiede im Profifußball sein können und wie sehr äußere Faktoren das Spielgeschehen beeinflussen. Ob die Sonne, der Wind oder die Bewässerung – der Rasen ist ein ständiger Faktor, der Trainer und Spieler gleichermaßen beschäftigt.