Köln: wagner gibt el mala neue rolle – und setzt auf kontinuität
Die Ära René Wagner beim 1. FC Köln hat begonnen, und der neue Cheftrainer macht direkt deutlich, wohin die Reise gehen soll. Nur zwei Punkte trennen die Geißböcke derzeit vom Relegationsplatz – ein Anlass, um jetzt Hand anzulegen und klare Strukturen zu schaffen. Der erste Weckruf gilt insbesondere Offensivspieler Said El Mala.

Wagner sieht in el mala einen unterschiedsspieler
Unter dem Vorgänger Lukas Kwasniok war die Rolle des jungen Flügelstürmers, der zudem zur U21-Nationalmannschaft gehört, oft unklar. Mal durfte er von Beginn an stürmen, mal kam er erst in der zweiten Halbzeit zum Einsatz. Wagner beendet diese Unsicherheit: „Er ist ein Unterschiedsspieler. Wir tun uns keinen Gefallen, ihn nicht in der Startelf zu haben.“ Eine deutliche Ansage, die El Mala zusätzliche Sicherheit geben könnte. Die klare Rückendeckung ist mehr als nur ein Wort – sie ist ein Signal.
Doch es geht um mehr als nur die Position eines Spielers. Wagner verfolgt einen umfassenden Ansatz. Er verzichtet auf häufige Rotationen und setzt stattdessen auf Kontinuität in der Aufstellung. „Die Spieler sollten im Idealfall dort spielen, wo sie sich am wohlsten fühlen“, erklärt der neue Trainer. Das könnte vor allem Jakub Kaminski zugutekommen, der in der Vergangenheit auf verschiedenen Positionen eingesetzt wurde und nun möglicherweise eine klarere Rolle erhalten wird.
Ein Umdenken im Team Wagner will außerdem den gesamten Betreuerstab enger in den Entscheidungsprozess einbinden. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger legt er Wert auf offene Kommunikation und eine enge Zusammenarbeit zwischen Mannschaft und Stab. „Mir geht es darum, dass alle einen guten Job machen können. Die Mannschaft muss zusammenhalten und der Staff muss zusammenhalten“, betonte Wagner bei seiner ersten Pressekonferenz. Die Mannschaft, so der Coach, sei immer ein Spiegelbild des Trainer-Teams – eine Aussage, die den Anspruch auf Geschlossenheit deutlich unterstreicht.
Die ersten drei Punkte unter Wagner sind das unmittelbare Ziel. Der Klassenerhalt steht an erster Stelle, und die neuen Strukturen sollen dabei helfen, die nötige Stabilität und den Erfolg zu erzielen. Die Fans können gespannt sein, ob Wagner mit seiner klaren Linie den 1. FC Köln vor dem Abgrund bewahren kann.
